Women protest against the gang rape of a photojournalist in Mumbai hold placards in Hyderabad, India, Tuesday, Aug. 26, 2013. Police on Sunday arrested the last of five men wanted in the gang rape case and said charges would be filed soon in a case that has incensed the public and fueled debate over whether women can be safe in India. (AP Photo/Mahesh Kumar A.)

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Indien
08/30/2013

Vergewaltigung: Erstes Urteil erwartet

Ein damals 17-Jähriger soll an der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Inderin in einem Bus in Neu Delhi beteiltigt gewesen sein.

Mehr als acht Monate nach der weltweit aufsehenerregenden Gruppenvergewaltigung einer Inderin in einem Bus in Neu Delhi soll an diesem Samstag das erste Urteil fallen. Es geht um den damals 17-Jährigen aus der Gruppe, dessen Fall separat vor einem Jugendgericht verhandelt worden ist.

Viermal wurde der Richterspruch schon verschoben, weil Anwälte anzweifelten, dass alle Menschen unter 18 automatisch unter das Jugendstrafrecht fallen. Nun aber hat das Verfassungsgericht den Weg freigemacht für die Entscheidung.

Volljährigen droht Todesstrafe

Dem jungen Mann drohen damit höchstens drei Jahre Jugendarrest. Die volljährigen Angeklagten dagegen müssen fürchten, dass sie zum Tode verurteilt werden. Ihr Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.

Die Männer sollen im Dezember die 23 Jahre alte Studentin in der Hauptstadt Neu Delhi in einem Bus entführt, vergewaltigt und gefoltert haben. Zwei Wochen später starb die junge Frau an ihren inneren Verletzungen.

Landesweite Proteste

Das Verbrechen hatte landesweit Proteste ausgelöst. "Hängt die Vergewaltiger", hatten damals Tausende Demonstranten geschrien. Sie wollten alle Peiniger am Strang sehen, auch den Jugendlichen.

Einer der mutmaßlichen Täter sitzt nicht mehr auf der Anklagebank. Er war im März erhängt in seiner Gefängniszelle gefunden worden. Eine Untersuchung über die Todesumstände dauert noch an.

Der Jüngste der Gang stammt aus einer sehr armen Familie. Er lief nach Angaben aus Polizeikreisen schon im Alter von elf Jahren aus seinem Heimatdorf in Uttar Pradesh davon und landete in der indischen Hauptstadt. Dort arbeitete er in einigen Straßenkneipen, lieferte Milch, säuberte Busse und verkaufte Fahrkarten. Dabei soll er den gestorbenen Hauptangeklagten kennengelernt haben.

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