Macri mit dritter Ehefrau beim Papst

© EPA/GIORGIO ONORATI / POOL

Vatikan
03/03/2016

Mit zweiter oder dritter Ehefrau beim Papst

Politiker dürfen nun mit neuen Partnern zum Staatsbesuch.

Der Vatikan hat sein Protokoll für offizielle Staatsbesuche gelockert. Präsidenten, die nach einer Scheidung wieder standesamtlich geheiratet haben, dürfen von nun an ihre Lebensgefährtin (oder -gefährten!) zu Privataudienzen beim Papst mitbringen, wie die Website "Vatican Insider" am Donnerstag berichtete. Der Heiligen Stuhl dementierte die Regeländerungen nicht, nannte aber auch keine Einzelheiten.

Am Samstag war Argentiniens Staatschef Mauricio Macri, der in dritter Ehe verheiratet ist, in Begleitung seiner Frau Juliana Awada vom Papst empfangen worden. Bisher war dies undenkbar: Der Vatikan pochte auch bei Besuchen von Präsidenten auf die von der katholischen Kirche verfochtene Unauflöslichkeit der Ehe. Die Partner von wiederverheirateten Staatsoberhäuptern mussten daher in einem anderen Raum warten und wurden erst nach der offiziellen Audienz vom Papst begrüßt.

In den kommenden Wochen wird ein Apostolischen Schreiben des Papstes zu den Themen Ehe und Familie erwartet. Dabei wird das katholische Kirchenoberhaupt die Ergebnisse der Bischofssynoden vom Oktober 2014 und Oktober 2015 berücksichtigen. Der Papst befürwortet eine Öffnung der Kirche für zivilrechtlich Wiederverheiratete, am Dogma der Unauflöslichkeit der Ehe will er aber nicht rühren.

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