Chronik | Welt
29.03.2018

Unfall mit autonomem Auto: Uber einigte sich mit Familie

Tochter und Ehemann der getöteten Frau einigten sich mit Betreiber des Unfallautos: Über Details wurden keine Auskünfte gegeben.

Die Hinterbliebenen der bei einem Unfall mit einem autonomen Auto in Arizona getöteten Frau haben mit dem US-Fahrdienst Uber einen Vergleich erzielt. Die Angelegenheit sei beigelegt, teilte ein Anwalt der Familie mit.

Tochter und Ehemann der Verunglückten würden keine weiteren Erklärungen abgeben. Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht genannt. Bei dem Unfall war eine 49-jährige Frau getötet worden. Sie war offenbar aus dem Schatten auf die Fahrbahn getreten und von dem autonom fahrenden Uber-Auto erfasst worden. Uber setzte daraufhin die Testfahrten aus. Nach Einschätzung der Polizei wäre der Unfall auch in einem anderen Fahrmodus nur schwer zu vermeiden gewesen. Die Fußgängerin sei "aus dem Schatten direkt auf die Straße gekommen", sagte Polizeichefin Sylvia Moir laut einem Zeitungsbericht.

Leiter der selbstfahrenden LKW-Abteilung geht

Der Leiter der Uber-Sparte für selbstfahrende Lastwagen verlässt laut einem Medienbericht den US-Fahrdienstleister. Nachdem er die Sparte Uber Freight seit Ende 2016 geleitet habe, gebe Lior Ron seinen Führungsposten in dem in San Francisco ansässigen Unternehmen auf, berichtete der Nachrichtensender CNBC am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Rons Profil beim Karriere-Netzwerk LinkedIn. Uber gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab.

Ron war Anfang 2016 einer der Gründer des Start-ups Otto, das auf selbstfahrende Lastwagen spezialisiert ist. Neun Monate später kaufte Uber das Start-up, der Deal hatte einen Umfang von mehr als 500 Mio. Dollar (heute mehr als 403 Mio. Euro). Uber Freight kümmerte sich um die Lieferung von Gütern sowohl durch traditionelle als auch durch selbstfahrende Lastwagen.

Mitgegründet wurde Otto damals auch von dem Ingenieur Anthony Lewandowski, der wiederum im Zentrum einer Klage wegen mutmaßlichen Technologie-Diebstahls stand. Lewandowski soll zu seiner Zeit bei der Google-Schwester Waymo vertrauliche Daten zu selbstfahrenden Autos entwendet haben, anschließend gründete er Otto. Uber entließ den Ingenieur im vergangenen Jahr, Uber und Waymo einigten sich Anfang Februar außergerichtlich.