An undated artist's rendering of the proposed cruise ship Titanic II, provided by the Blue Star Line as Australian billionaire Clive Palmer unveiled plans for his dream ship during a news conference in New York February 26, 2013. The cruise ship will be built by the CSC Jingling Shipyard in China, and will sail from Southhampton, England to New York on her maiden voyage in late 2016, according to Palmer. REUTERS/Blue Star Line/Handout (UNITED STATES - Tags: SOCIETY TRAVEL TRANSPORT TPX IMAGES OF THE DAY) NO SALES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

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Original-Nachbau
02/27/2013

"Titanic II" sticht 2016 in See

Milliardär Clive Palmer startet noch dieses Jahr mit der Konstruktion des Schiffs.

Mehr als hundert Jahre nach dem Untergang der "Titanic" treibt der australische Bergbau-Magnat Clive Palmer seine Idee eines originalgetreuen Nachbaus des legendären Schiffs voran. "Die 'Titanic' war das Schiff der Träume. Die 'Titanic II' ist das Schiff, auf dem Träume Wirklichkeit werden", sagte Palmer, als er am Dienstag in New York den offiziellen Startschuss für das Projekt gab. In wenigen Tagen werde der Vertrag mit einer chinesischen Werft unterzeichnet, Ende des Jahres solle der Bau beginnen. Für 2016 sei dann die Jungfernfahrt von Großbritannien nach New York geplant.

Der Nachbau soll die gleiche Route nehmen wie einst die "Titanic" auf ihrer ersten Fahrt - nur mit dem Unterschied, dass das Schiff dieses Mal den New Yorker Hafen auch erreicht. Palmer versicherte, dass die neue "Titanic" den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen werde. Außerdem sollen - anders als bei der Katastrophe am 15. April 1912 - genügend Rettungsboote an Bord sein. Mehr als 1500 Menschen waren ums Leben gekommen, als die "Titanic" damals nach einer Kollision mit einem Eisberg im Atlantik versank.

"Keine Vermischung der Klassen"

Ansonsten werde sich die Kopie aber sehr stark an der echten "Titanic" orientieren, erklärte Palmer. Auch die Unterteilung der Fahrgäste in drei Klassen soll den Angaben zufolge genauso streng eingehalten werden wie vor hundert Jahren. Je nach Ticket speisen die Passagiere dann entweder in einem edel verzierten Salon oder an langen Tischen unter Deck. Es werde "keine Vermischung" der Klassen geben, sagte Palmer.

Wie teuer der Nachbau sein wird, wollte der 58-Jährige nicht sagen. Alle Kosten würden aber von ihm getragen, sagte Palmer. "Ich bezahle dafür, weil ich das Geld, das ich habe, ausgeben will, bevor ich sterbe."

Zahlen und Fakten zur "Titanic"

REKORD: Die "Titanic" ist bei ihrem Stapellauf 1911 das größte Schiff der Welt - 269 Meter lang, 28 Meter breit und 53 Meter hoch. Es gibt neun Decks mit Platz für 3.547 Passagiere und Besatzungsmitglieder, rund 2.220 sind bei der Unglücksfahrt an Bord. Hauptmotiv für den Bau des Riesenschiffs ist der Konkurrenzkampf zwischen Reedereien.

TECHNIK: Die Maschinenleistung des Dampfers liegt bei 51.000 PS, befeuert von 29 Dampfkesseln und 825 Tonnen Kohle pro Tag. Die Titanic ist eine schwimmende Kleinstadt, erhellt mit mehr als 10.000 Glühbirnen. Nur in ein Alarmsystem hat die britische Reederei White Star Line nicht investiert. Der Ozeanriese gilt als unsinkbar. Es gibt nur 20 Rettungsboote, mehr waren auch nicht vorgeschrieben.

LUXUSDAMPFER: Die luxuriöse Ausstattung der ersten Klasse ist den Erbauern der "Titanic" besonders wichtig. Nur Millionäre können sich eine Suite leisten. Die Passagiere sind auf verschiedenen Decks streng voneinander getrennt untergebracht - die Ärmsten ganz unten. Das spiegelt die damalige Klassengesellschaft wider.

UNTERGANG: Der Ozeanriese läuft am 14. April um 23.40 Uhr auf Eis, am 15. April gegen 2.20 Uhr versinkt er, 640 Kilometer vom Festland entfernt.

WRACK: Die Überreste der "Titanic" werden am 1. September 1985 in 3.800 Meter Tiefe entdeckt.

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