© Screenshot | Brandon Brooks YouTube

Texas
06/08/2015

Beamter zielt auf unbewaffnete Jugendliche

Bei einer Pool Party zog der Polizist seine Dienstwaffe und wurde dabei gefilmt.

Der 15-jährige Brandon Brooks lud am vergangenen Samstag ein Video auf die Online-Plattform YouTube hoch, das in den USA abermals für Unmut gegenüber der Exekutive sorgt. Das Bildmaterial zeigt, wie ein Polizist im Bundesstaat Texas eine Gruppe von schwarzen Teenagern festhält, indem er sie anweist, sich auf den Boden zu legen. Im weiteren Verlauf der Aktion ringt er ein wehrloses Mädchen zu Boden.

Als männliche Jugendliche dem Mädchen offenbar helfen wollen, zieht der Uniformierte seine Dienstwaffe und zielt auf die Teenager, die anschließend fliehen. Schlagartig kommen die Kollegen des Polizisten herbei und versuchen die Lage zu deeskalieren. Der Beamte kehrt zum Mädchen zurück, zwingt sie erneut zu Boden und kniet schließlich auf ihrem Rücken. Die Jugendlichen waren erkennbar unbewaffnet.

Polizist suspendiert

Wie nymag.at berichtet, begann der Vorfall, als Erwachsene sich rassistisch gegenüber den Jugendlichen äußerten. "Ich glaube, die Weißen waren zornig, weil ein paar Schwarze, die nicht aus dieser Gegend stammen, im Pool waren", erklärt Brooks, der selbst weiß ist. Es kam zu einer Schlägerei und die Polizei wurde gerufen.

Auch die örtliche Behörde bestätigt diese Darstellung des Jugendlichen. Wegen einer Ruhestörung sei man am Ort erschienen, um die Menge voneinander zu trennen. Die Menschenmenge sei den Anweisungen der Beamten nicht nachgekommen und deshalb habe man habe Verstärkung angefordert.

In einer Mitteilung auf Facebook gesteht das McKinney Police Department, dass die Szene auf dem Video Anlass zur Sorge gibt. Man untersuche den Vorfall, in der Zwischenzeit sei der Officer beurlaubt worden. Auch wenn im Facebook-Eintrag der suspendierte Polizist nicht explizit erwähnt wird, kann man sich denken, welcher gemeint ist.

Rassismusdebatte

Dieser Vorfall erinnert an die umstrittenen Polizeieinsätze in Baltimore, Ferguson und Cleveland. Das Vorgehen weißer Beamter gegen Schwarze sorgte in den USA für lang anhaltende Proteste und Krawalle. Der materielle Schaden war zwar hoch, doch die Polizeigewalt hat weitaus tiefere Narben in der US-amerikanischen Bevölkerung hinterlassen.

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