Chronik | Welt
27.03.2018

Sprengstoff in deutscher Obdachlosen-Unterkunft entdeckt

Das Landeskriminalamt (LKA) Bayern prüfte, ob es Anhaltspunkte für einen extremistischen Hintergrund gibt.

Chemikalien und hochexplosiven Sprengstoff sind in einer Schweinfurter Obdachlosen-Unterkunft gefunden worden. Das Landeskriminalamt (LKA) Bayern prüfte, ob es Anhaltspunkte für einen extremistischen Hintergrund gibt.

Die Ermittlungen konzentrierten sich auf einen 35 Jahre alten Mann. Er sollte am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Zunächst hatte es am Montag geheißen, in der Sozialunterkunft seien Chemikalien entdeckt worden, die zur Herstellung von Sprengstoff geeignet sind.

Kontrollierte Sprengung

Der gefährliche Sprengstoff wurde in der Nacht auf Dienstag von Experten nahe dem Fundort auf einer Wiese in einer Grube kontrolliert gesprengt. Der 35 Jahre alte Deutsche hatte am Montag der Polizei ausgesagt, die gefundenen Chemikalien gehörten ihm. Daraufhin wurde er festgenommen.

Insgesamt fanden die Ermittler mehr als 30 Liter verschiedene Chemikalien und ein Kilo selbst hergestellten Sprengstoff. Zwei weitere Männer und eine Frau, die die Polizei ebenfalls festgenommen hatte, befanden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die Obdachlosenunterkunft befindet sich in einem Mehrfamilienhaus am Stadtrand von Schweinfurt. "Flüchtlinge leben dort nicht", twitterte die Polizei.