Chronik | Welt
21.05.2018

Sechs tote Zwergelefanten auf Palmölplantagen entdeckt

Die zwischen einem und 37 Jahre alten Tiere haben möglicherweise giftigen Dünger gefressen. Oder sie wurden vergiftet.

Auf der malaysischen Insel Borneo sind sechs Zwergelefanten tot auf Palmölplantagen entdeckt worden. Die Kadaver der zwischen einem und 37 Jahre alten Tiere wurden an verschiedenen Orten im Bundesstaat Sabah auf Borneo gefunden, wie Augustine Tuuga von der örtlichen Naturschutzbehörde am Montag sagte.

Untersuchungen der inneren Organe sollten nun Aufschluss über die Todesursache geben. Möglich sei, dass die Borneo-Zwergelefanten auf den Plantagen Dünger gefressen hätten, der für sie giftig ist. Die Zeitung "The Star" berichtete dagegen unter Berufung auf Tierschützer, die Tiere seien möglicherweise gezielt durch Gift an Wasserstellen vergiftet worden.

In freier Wildbahn leben noch etwa 2.000 Borneo-Zwergelefanten. Ende vergangenen Jahres waren drei Tiere von Wilderern getötet worden. 2013 wurden in Sabah 14 tote Tiere entdeckt, die offenbar vergiftet worden waren.

Die bedrohte Tierart ist durch die Abholzung des Regenwaldes für Palmölplantagen gefährdet. Wilderer töten die Tiere zudem wegen ihrer Stoßzähne.