Die WHO zählt nach Angaben vom Freitag inzwischen 13.268 Fälle. (Archivbild)

© REUTERS/RICK WILKING

Ebola
11/07/2014

Schweiz: Keine Abschiebungen in Westafrika-Gebiete

Ausgenommen sind nur straffällig gewordene Asylwerber.

Wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika schiebt die Schweiz derzeit keine abgewiesenen Asylbewerber in die am schlimmsten von Ebola betroffenen Länder Sierra Leone, Guinea und Liberia mehr aus. Das teilte ein Sprecher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) am Freitag mit.

Laufende und bereits abgelaufene Ausreisefristen, die für abgewiesene Asylsuchende aus Guinea, Sierra- Leone und Liberia angesetzt worden seien, würden auf Gesuch hin grundsätzlich erstreckt. Auch die Behandlung von Asylgesuchen von Menschen aus diesen drei Staaten werde vorerst ausgesetzt.

Davon ausgenommen seien Asylgesuche von Personen, welche in der Schweiz "in erheblichem Masse straffällig geworden sind oder die eine Gefährdung der inneren oder äußeren Sicherheit der Schweiz darstellen", hieß es. Auch Abschiebungen von Personen aus diesen drei Staaten in einen Drittstaat werden weiter durchgeführt.

13.300 Fälle

Ebola breitet sich in Westafrika weiter aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt nach Angaben vom Freitag inzwischen 13.268 Fälle, rund 200 mehr als vor wenigen Tagen. Die Zahl der Toten ist auf 4.960 gestiegen. Eine hohe Dunkelziffer gilt als sicher.

In Liberia sind 6.619 Menschen an der Seuche erkrankt, 2.766 sind gestorben. In Sierra Leone liegt die Zahl der Betroffenen bei 4.862, davon erlagen 1.130 der Epidemie. Auch aus Guinea wurden weitere Kranke und Tote gemeldet. Die Entwicklung sei regional sehr unterschiedlich, teilte die WHO mit. In manchen Gegenden scheine sich die Lage zu bessern, in anderen gebe es noch einen starken Anstieg der Fälle.

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