Chronik | Welt
30.05.2018

Schießerei in Lüttich: Attentäter schrie "Allahu Akbar"

Zwei Polizistinnen und ein Zivilist erschossen. Angreifer von Lüttich tötete kurz zuvor weitere Person und hatte Kontakt zu radikalisierten Personen.

Der mutmaßliche Terrorist von Lüttich (Liege) hat bei seinem Angriff am Dienstag mehrfach "Allahu Akbar" geschrien (Gott ist groß). Dies teilte die zuständige Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Brüssel mit. Es handle sich um einen 1987 geborenen Belgier.

Ein Mann hatte am Dienstagvormittag in der belgischen Stadt zwei Polizistinnen und einen Zivilisten getötet und zwei Frauen als Geisel genommen, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Die Ermittler vermuten einen terroristischen Hintergrund. Der Mann habe zudem Kontakt zu radikalisierten (muslimischen) Personen gehabt.

Angreifer stand auf Gefährderliste

Der Name des Belgiers habe wegen dessen Verbindungen zu Islamisten auf einer Überwachungsliste der Polizei gestanden. Es werde vermutet, dass sich der Angreifer im Gefängnis radikalisiert habe. Der Täter war ein wegen Raubüberfällen, Gewalttaten und Drogenhandel verurteilter Kleinkrimineller, der sich gerade auf Freigang aus der Haft befand.

Wenige Stunden zuvor Mithäftling getötet

Der mutmaßliche Terrorist von Lüttich hat wenige Stunden vor seiner Tat einen weiteren Mann getötet. Das sagte der belgische Innenminister Jan Jambon am Mittwochmorgen dem belgischen Fernsehsender RTL. Demnach brachte der Attentäter in der Nacht zum Dienstag einen ehemaligen Mithäftling in der südbelgischen Provinz Luxemburg um.