epa03832176 A fire truck is parked on a dirt road near a wild fire near Tondela, Portugal, 21 August 2013. Over a hundred firefighters backed by 25 support vehicles are battling a fire that broke out at dawn in the Serra do Caramulo in the district of Todela in central Portugal. EPA/NUNO ANDRE FERREIRA

© APA/NUNO ANDRE FERREIRA

Portugal
08/22/2013

Waldbrände fordern Todesopfer

Eine 22-jährige Feuerwehrfrau kam bei den heftigen Bränden in der Region Viseu ums Leben.

Beim Einsatz gegen die anhaltenden Waldbrände in Portugal ist am Donnerstag eine Feuerwehrfrau ums Leben gekommen. Neun weitere Einsatzkräfte wurden verletzt, als sie von Bränden in der zentralen Region Viseu eingekesselt wurden, wie die Rettungskräfte vor Ort portugiesischen Medien sagten. Unterdessen konnte ein Brand auf der spanischen Ferieninsel Mallorca unter Kontrolle gebracht werden.

Die 22-Jährige galt zunächst als vermisst, später bestätigte Einsatzleiter Jose Bismarck den Tod der jungen Feuerwehrfrau. Einer der neun bei dem Einsatz gegen die Flammen in den Bergen von Caramulo verwundeten Feuerwehrleute wurde schwer verletzt. Die Rettungskräfte seien von den Flammen überrascht und rasch umzingelt worden, sagte Bismarck der Nachrichtenagentur Lusa. Demnach wurden aber keine Wohnhäuser beschädigt.

Die junge Frau gehörte zu einem Team aus der Nähe von Lissabon, das zur Verstärkung nach Viseu gekommen war. Allein dort waren fast 300 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge im Einsatz. Dennoch breiteten sich die seit Tagen wütenden Flammen am Nachmittag weiter aus. Auch die nördliche Region Vila Real war stark betroffen. Insgesamt kämpften in dem Land tausend Einsatzkräfte gegen die Flammen. Wegen der Waldbrandgefahr riefen die Behörden in 20 Bezirken die höchste Warnstufe aus.

Unterstützung

Unterstützung erhielten die Brandbekämpfer nach Angaben des Zivilschutzes von 230 Löschfahrzeugen und mehreren Hubschraubern. In vielen Ortschaften unterstützten auch Bewohner die Feuerwehr mit bloßen Händen beim Kampf gegen die Flammen und versuchten, mit Wassereimern ausgerüstet ihr Hab und Gut zu retten. Mancherorts fachten starke Winde die Feuer an.

Die Waldbrände in dem unter einer Hitzewelle leidenden Portugal wüten seit dem Wochenende. Seit Jahresanfang wurden bei weiteren Bränden in dem Land schon mehr als 31.000 Hektar zerstört.

Ein Waldbrand auf Mallorca konnte nach Angaben der Behörden am Donnerstagnachmittag unter Kontrolle gebracht werden. Der Grund dafür seien "gute Wetterbedingungen", erklärte die Regionalregierung. Die Arbeit werde aber noch einige Tage andauern, um die Flammen endgültig zu löschen. Wegen des Brandes waren am Mittwoch 200 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen gewesen, sie konnten später aber zurückkehren. Das Feuer zerstörte 480 Hektar Land.

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