Die Blackbox von Flug MH17 wird noch immer ausgewertet.

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Verschwörungstheorie
08/22/2014

Warum ist es so still um die Blackbox von Flug MH17?

Mehr als einen Monat nach dem Abschuss von Flug MH 17 in der Ostukraine liegen keine Ergebnisse vor.

Der Absturz von Flug MH 17 im Osten der Ukraine wirft noch immer viele Fragen auf. Fast einen Monat nach dem Unglück konnte die Unfallstelle aufgrund andauernder Kämpfe in der Region noch immer nicht vollständig untersucht werden. Bei so wenig Material aus erster Hand wird nun auf die Datenerhebung aus Quellen wie Satellitenbilder, Radaraufnahmen von Flugsicherung und nicht zuletzt auf die Blackbox gesetzt. Aber wo befindet sich der Flugschreiber zurzeit und warum dauert die Auswertung so lange?

"Wir haben beide Flugdatenschreiber erfolgreich ausgelesen und analysieren jetzt die Aufzeichnungen", sagte Wim van der Weegen, Sprecher des niederländischen Sicherheitsrates (OVV) vor wenigen Wochen.

Nach Übergabe der Blackbox von pro-russischen Separatisten an Vertreter der OSZE, wurde die Blackbox im britischen Farnborough ausgewertet, da es dort die entsprechende Technik dazu gibt. Nun sollen die Untersuchungen von Den Haag aus fortgesetzt werden, hieß es kürzlich von der ermittelnden Behörde. Publik gemacht wurde bislang nur wenig. Der OVV verweist lediglich auf seinen Zwischenbericht, der Anfang September erscheinen soll. Teilergebnisse, etwa zur Analyse der Blackbox, werde man aber nicht veröffentlichen.

Verschwörungen

Ohne Zweifel tobt seit dem Absturz der Maschine eine Propagandaschlacht, die vor allem über die Medien ausgetragen wird, kommentiert der Spiegel. Schon wenige Tage nach dem Absturz der Boeing 777 wurden neben nicht verifizierten Schuldzuweisungen auch diverse Verschwörungstheorien publik gemacht. Die Verzögerung der Auswertung der Blackbox gib nun erneut Anlass zu Spekulationen und Vermutungen rund um den Absturz. Populär ist beispielsweise die These, nach der das Flugzeug nicht (nur) mir einer Boden-Luft-Rakete, sondern mit einer Bordkanone eines Militärjets abgeschossen wurde. Der Nachrichtensender Russia Today meldete sogar, dass die Luftwaffe der Ukraine eigentlich die Maschine von Russlands Präsident Wladimir Putin abschießen wollte, die fast zeitgleich in Richtung Moskau flog.

Indes gehen die Kämpfe zwischen Separatisten und ukrainischer Armee weiter - mehr zur aktuellen Situation in der Ukraine gibt es hier.

173 Opfer des Absturzes in Ostukraine identifiziert

Knapp fünf Wochen nach dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine in der Ostukraine haben Gerichtsmediziner in den Niederlanden nunmehr 173 der insgesamt 298 Opfer identifiziert. Das teilte das Justizministerium in Den Haag am Freitag mit. In der zurückliegenden Woche seien Leichen oder Leichenteile 46 weiteren Opfern zugeordnet worden. Die Angehörigen wurden informiert

Die Niederlande wollen die Bergung der noch an der Absturzstelle befindlichen sterblichen Überreste und persönlichen Gegenstände fortführen, sobald die Sicherheitslage dies erlaubt. Das erklärte Ministerpräsident Mark Rutte bei einer Pressekonferenz. Man müsse allerdings auch ernsthaft damit rechnen, dass es nicht mehr gelingen werde, alle Opfer zu identifizieren.

Die Bergungsaktion war Anfang August wegen erneuter Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten unterbrochen worden. Die zentralen Untersuchungen zum mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17 am 17. Juli laufen in den Niederlanden, weil die weitaus meisten der Opfer Niederländer waren. Um die Identifizierung der Leichen bemüht sich ein internationales Team von Gerichtsmedizinern in Hilversum bei Amsterdam.

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