Beate Zschäpe

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NSU-Prozess
07/20/2015

Zschäpes Anwälte wollten hinschmeißen

Prozess hätte platzen können, doch das Gericht lehnte Anträge der Anwälte ab.

Knalleffekt im Münchner NSU-Prozess: Die drei Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe - Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm - haben am Montag beantragt, ihre Mandate niederzulegen. Er habe sich diesen Schritt „weidlich überlegt“, sagte Rechtsanwalt Heer. Doch das Oberlandesgericht München hat den Antrag der drei Pflichtverteidiger abgelehnt. Damit kann der bereits seit über zwei Jahren laufende Prozess fortgesetzt werden. Es gebe in dem Antrag keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine nachhaltig gestörte Zusammenarbeit der Verteidiger mit Zschäpe, befand das Gericht. Am Montag war befürchtet worden, dass der Mammut-Prozess wegen des Rückzugs der Verteidiger platzen könnte.

Der NSU-Prozess hatte am 6. Mai 2013 begonnen und läuft damit seit mehr als zwei Jahren. Der Montag war der 219. Verhandlungstag. Zschäpe muss sich in dem Verfahren für die zehn Morde verantworten, die die Bundesanwaltschaft dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) vorwirft.
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