Spitalsaufenthalt: Kim Jong-un

© APA/EPA/RODONG SINMUN

Nordkorea
10/01/2014

Kim Jong-un brach sich die Knöchel

Die Plateau-Schuhe waren angeblich schuld: Der dickliche Diktator dürfte umgeknickt sein.

Bis dato war er viel zu Fuß unterwegs - zuletzt gab es aber kaum mehr öffentliche Auftritte des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un. Seit etwa einem Monat ließ sich der sonst so zeigefreudige Staatschef nicht mehr bei Terminen blicken. Nachdem Spekulationen um den Gesundheitszustand (von Diabetes oder Bluthochdruck war die Rede) für Aufregung sorgten, sah sich sogar Pjöngjang veranlasst zuzugeben, dass Kim "an Beschwerden leide" - was die Gerüchte nur noch anheizte. Besonders, nachdem er in einem TV-Beitrag hinkend gefilmt wurde.

Nun soll das Geheimnis um die Leiden des jungen Kim gelüftet sein: Ein Informant, der vor Kurzem im Norden war und nun der südkoreanischen Online-Zeitung The Chosun Ilbo Rede und Antwort stand, meldete, Kim befinde sich derzeit in der exklusiven Bonghwa Klinik. Dort erhole er sich von einer Operation, die er Mitte September durchführen ließ. "Ich habe gehört, Kim habe sich im Juni bei seinem dicht gedrängten Besichtigungs-Programm am rechten Fußknöchel verletzt", so die Quelle. Weil er die Verletzung nicht behandeln ließ, hat sich Kim schließlich beide Knöchel gebrochen.

Ein südkoreanischer Geheimdienstler erzählte zudem laut Welt Online, die Plateau-Schuhe, mit den sich der dickliche Diktator gern größer schummelt, seien wohl schuld gewesen. Kim sei darin umgeknickt. Seitdem Kim im Jahr 2011 "Oberster Führer" der Volksrepublik wurde, hat er merklich zugenommen. Gerüchten zufolge soll er kein Kostverächter sein - er lässt sich angeblich Delikatessen vorwiegend aus der Schweiz ins bettelarme Land liefern.

Trotz Spitalsaufenthalts entgeht Kim jedoch nichts. Wohl auch um weiteren Spekulationen Einhalt zu gebieten, meldete er sich am Mittwoch wieder zu Wort: Zum Nationalfeiertag schickte er China eine Grußbotschaft: Kim habe seinem Verbündeten Wohlstand und ein glückliches Volk gewünscht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

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