© NASA/JPL-Caltech/JHUAPL/Univ. of Arizona

Raumfahrt
06/09/2015

NASA-Sonde entdeckt Glas auf dem Mars

Vom Fund versprechen sich die Wissenschaftler Hinweise auf früheres Leben.

Auf der Marsoberfläche sind Glasablagerungen entdeckt worden. Das Glas in mehreren Kratern sei durch Hitze, wie sie beispielsweise beim Aufprall von Meteoriten entsteht, auf dem Mars gebildet worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in der Nacht auf Dienstag mit.

Aufgespürt wurden die Ablagerungen vom "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO). Mit der Sonde, die den roten Planeten seit 2006 umrundet, wurden Lichtreflexionen der Oberfläche vermessen. Die Forscher hoffen nun, dass in dem Glas Hinweise auf früheres Leben auf dem Mars konserviert sein könnten. Die Hoffnung ist durchaus begründet. Auch auf der Erde wurde bereits in Glas, das durch Meteoriteneinschläge entstand, eingeschlossenes Leben entdeckt. Peter Schultz von der Brown University in Providence, Rhode Island, fand organische Moleküle und Pflanzenreste in Glas, das bei einem Meteoriteneinschlag in Argentinen vor mehreren Millionen Jahren entstand. Schulz ist der Ansicht, dass dies auch auf dem Mars möglich sein könnte.

Die Glasanteile aus dem Gestein zu isolieren, war keine einfache Aufgabe, da Glas in der Spektralanalyse nur ein schwaches Signal abgibt.

Einer der interessanten Einschlagskrater befindet sich in der Nähe der Nili Fossae Senke, einer Region auf dem Mars, die als möglicher Landeort für den Mars Rover 2020 in Frage kommt. Diese Mission soll auch Bodenproben für eine mögliche Rückreise zur Erde einsammeln.

NASA testet Riesen-Fallschirm für bemannte Mars-Missionen

Die US-Weltraumbehörde NASA hat zur Vorbereitung künftiger Mars-Landungen zum zweiten Mal eine Art "fliegende Untertasse" mit einem riesigen Lande-Fallschirm getestet. Bei dem Test, den die NASA am Montag live übertrug, lief allerdings erneut nicht alles glatt.

Nach mehrtägiger wetterbedingter Verzögerung startete von einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Hawaii ein riesiger Heliumballon mit dem neuartigen Gefährt. Nach drei Stunden Fahrt wurde die drei Tonnen schwere "Untertasse" entkoppelt und von einer Rakete in eine Höhe von knapp 55 Kilometern über dem Pazifik gebracht. Danach sollte das Gefährt dank des größten Fallschirms in der Raumfahrtgeschichte heil zur Erde zurückkehren. Der Fallschirm von 30 Metern Durchmesser öffnete sich allerdings nicht vollständig.

Die NASA wollte sich nach der Auswertung des Flugdatenschreibers eingehender zu dem Test äußern. Der erste Test hatte vor knapp einem Jahr stattgefunden. Damals öffnete sich der Fallschirm nicht richtig, sodass das Gefährt ins Meer stürzte. In der Zwischenzeit modifizierte die NASA den Fallschirm.

Die neue Generation von Fallschirmen, die derzeit getestet wird, soll bemannte Mars-Missionen möglich machen. Ein dritter Test ist für den Sommer 2016 geplant.

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