Chronik | Welt
22.05.2017

Nach 150 Jahren: US-Zirkus "Ringling Bros." schließt

Nach fast 150 Jahren verabschiedete sich der legendäre US-Zirkus. Die berühmte Elefantenshow wurde bereits im Vorjahr eingestellt.

Nach fast 150 Jahren hat der US-Traditionszirkus "Ringling Bros." seine letzte Vorstellung gezeigt. Zum Abschluss gab es am Sonntagabend in einer Halle in Uniondale bei New York ein Pyrotechnik-Feuerwerk. Das gesamte Ensemble sang das traditionelle Abschiedslied "Auld Lang Syne".

"Wir sind seit 146 Jahren eine amerikanische Institution und wir hoffen, dass die Erinnerungen, die wir zusammen geschaffen haben, für Ihre gesamte Lebenszeit bleiben", sagte Ansager Jonathan Lee Iverson. "Behalten Sie den Zirkus in ihnen am Leben."

Der "Ringling Bros."-Zirkus, der in den vergangenen 50 Jahren in dutzenden Städten der USA rund 250 Millionen Besucher zählte, war einst von den Söhnen deutscher Einwanderer gegründet worden und dann mit dem Barnum & Bailey-Zirkus zusammengegangen.

Elefantenshow sorgte für Tierschützerproteste

Der Zirkus war vor allem für seine Elefanten bekannt, die aber nach zunehmendem Protest von Tierschützern im vergangenen Jahr abgeschafft wurden. Im Jänner hatte der Zirkus angekündigt, wegen steigender Kosten und sinkender Zuschauerzahlen den Betrieb einzustellen.