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Chronik Welt
09/18/2012

Mohammed-Film: Fatwa zum Mord an Machern

Ein salafistischer Imam hat in Ägypten zum Mord an den Schöpfern des Films "Die Unschuld der Muslime" aufgerufen.

In Ägypten hat ein salafistischer Imam eine Fatwa zur Tötung aller Beteiligten an dem in den USA produzierten Anti-Islam-Film erlassen. Wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE am Montag (Ortszeit) mitteilte, rief Ahmed Fuad Ashush die "jungen Muslime in den USA und in Europa" in seinem religiösen Gutachten auf, die Macher und Schauspieler des Films sowie alle, die zu seiner Verbreitung beitrugen, wegen Verunglimpfung des Propheten Mohammed umzubringen.

Die Fatwa wurde SITE zufolge auf mehreren jihadistischen Foren im Internet veröffentlicht. In dem Film "Die Unschuld der Muslime" wird der Prophet Mohammed als Frauenheld, Kinderschänder und Mörder dargestellt.

Der Islam wird als "Krebsgeschwür" bezeichnet. Der Film wurde offenbar im vergangenen Jahr von einem christlich-koptischen Ägypter aus Los Angeles zusammen mit einer rechten evangelikalen Gruppe in Kalifornien produziert.

Als Anfang September eine arabisch synchronisierte Kurzversion als Video im Internet auftauchte und Auszüge im ägyptischen Fernsehen gezeigt wurden, führte dies zu gewaltsamen Ausschreitungen vor US-Einrichtungen in der muslimischen Welt. Dabei gab es mehrere Tote; unter anderen starb der US-Botschafter in Libyen, Chris Stevens, bei einem Angriff auf das Konsulat seines Landes in Bengasi.

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