Malaysia Airlines Boeing 777

© Reuters/STRINGER

Mosambik
03/02/2016

Möglicherweise Wrackteil von Flug MH370 gefunden

Fast zwei Jahre nach dem Verschwinden der Maschine mit 239 Menschen an Bord.

von Jürgen Klatzer

Eine Reihe von Twitter-Nachrichten des Transportministers von Malaysien, Liow Tiong Lai, sorgt zwei Jahre nach dem Verschwinden des Malaysia Airline-Fluges MH370 erneut für Spekulationen und Mutmaßungen. An der Küste von Mosambik sei ein Wrackteil gefunden worden, das von einer Boeing 777 zu sein scheint. Also jenes Modell, das am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord in der Hauptstadt Kuala Lumpur gestartet ist, aber nie Peking erreicht hat.

Die malaysische Luftfahrtbehörde arbeite bereits mit ihren australischen Kollegen daran, das Wrackteil schnellstmöglich zu analysieren, berichtet BBC. Mehreren internationalen Medien zufolge ist das Objekt mit dem Schriftzug "NO STEP" auf einer Sandbank nahe der Küste Mosambiks gefunden worden. NBC News schreibt, dass es ein US-Amerikaner entdeckt habe.

Seit Jahren wird spekuliert

Seit 2014 suchten Spezialisten mit Bergungsschiffen und unbemanntem Unterwasservehikel mehr als 2.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth nach dem Wrack. Es ist eine der am wenigsten erkundeten und unwirtlichsten Meeresgegenden mit häufigen Stürmen. Das Wasser ist dort bis zu 6.000 Meter tief, mit Bergen und mehr als 1.000 Meter tiefen Gräben. Das Suchgebiet beträgt 120.000 Quadratkilometer. Satellitenauswertungen legen nahe, dass die Maschine radikal den Kurs wechselte, stundenlang Richtung Süden flog und, als das Benzin verbraucht war, im Indischen Ozean abstürzte.

Im Sommer 2015 tauchte ein Wrackteil auf. Eine zwei Meter lange, mit Muscheln überwucherte Flügelklappe, die allem Anschein nach monatelang im Ozean trieb, wurde an der zu Frankreich gehörenden Insel La Reunion vor Madagaskar angeschwemmt. Das liegt 4.000 Kilometer westlich von dem angenommenen Absturzort. Strömungsmodelle zeigen aber, dass das passt: Ein Wrackteil hätte tatsächlich von der angenommenen Absturzstelle nach La Reunion gespült werden können.

Keine Stellungnahme von Boeing

Transportminister Liow Tiong Lai versuchte die Erwartungshaltung nach seinen ersten beiden Tweets wieder zu dämpfen: "Ich bitte jeden von euch, Spekulationen zu vermeiden, da wir bis jetzt nicht bestätigen können, dass das Wrackteil zur MH370 gehört."

Ein Sprecher aus dem Innenministerium Mosambiks betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass man derzeit keine Informationen zum Fund habe. Der Flugzeugbauer Boeing selbst gab bislang noch keine Stellungnahme dazu ab.

Das Verschwinden der Passagiermaschine mit der Flugnummer MH370 ist eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte.

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