Papst Franziskus

© Reuters/MAX ROSSI

Vatikan
04/11/2014

Missbrauchsskandal: Papst entschuldigt sich

Der Vatikan werde im Umgang mit diesen Thema "keinen Schritt" zurück machen.

Papst Franziskus hat sich am Freitag für den Kindermissbrauch entschuldigt, für den Geistliche verantwortlich sind. "Ich fühle mich aufgerufen, die Last zu übernehmen und Verzeihung für das Übel zu bitten, das einige Geistlichen mit Kindesmissbrauch begangen haben", sagte der Papst nach Angaben von Radio Vatikan am Freitag. Die Kirche sei sich der Schäden im Klaren, die wegen Kindermissbrauch seitens von Geistlichen entstanden seien. Der Papst versicherte, dass der Vatikan "keinen Schritt" zurück im Umgang mit diesen Thema machen werde. "Im Gegenteil, wir müssen sehr stark sein. Mit Kindern scherzt man nicht", so der Papst, der am Freitag Aktivisten für den Lebensschutz im Vatikan empfing.

Der Papst traf am Mittwoch auch eine Gruppe von Kinderschützern. Franziskus betonte bei dem Treffen, dass es heute gegen "Sklavenarbeit" und die Rekrutierung von Kindersoldaten zu kämpfen gelte. Außerdem betonte er das Recht jedes Kindes, in einer Familie aufzuwachsen, mit Vater und Mutter, die ihm bei seiner Entwicklung und seinem affektiven Reifen helfen", sagte der Papst. Dazu gehöre auch "das Recht der Eltern auf die moralische und religiöse Erziehung der eigenen Kinder".

Der Papst betonte hinzu, dass das menschliche Leben heilig und unverfügbar sei. "Jedes bürgerliche Recht fußt auf der Anerkennung des ersten und grundlegenden Rechts auf Leben, das keiner Bedingung unterliegt, mag sie qualitativ, wirtschaftlich oder gar ideologisch sein", so Franziskus. "Ebenso müssten wir heute auch Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung und der Ungleichheit sagen", sagte der Papst. Dabei wiederholte er den Satz aus seinem Lehrschreiben "Evangelii Gaudium": "Diese Wirtschaft tötet.".

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