Chronik | Welt
19.06.2018

Mindestens 128 Vermisste nach Fähr-Unglück auf Sumatra

Keinerlei Hinweise darauf, dass auch Österreicher an Bord waren.

Nach dem Untergang einer überladenen Fähre auf der indonesischen Insel Sumatra werden noch mindestens 128 Passagiere vermisst. Meterhohe Wellen und schwere Regenfälle erschwerten am Dienstag die Bergungsarbeiten auf dem bei Touristen beliebten Tobasee im Norden der Insel. Den Helfern zufolge wurden bisher 18 Menschen gerettet. Bislang sei der Tod eines Passagiers bestätigt.

Das für 60 Insassen ausgelegte Holzboot war am Abend zuvor mit mindestens doppelt so vielen Passagieren untergegangen. Laut dem indonesischen Verkehrsministerium hatte es auch zahlreiche Motorräder geladen. Ob auch ausländische Urlauber an Bord waren, blieb zunächst unklar.

Auch am Tag nach dem Unglück waren die Behörden noch damit beschäftigt, die genaue Zahl der Passagiere zu ermitteln. "Viele Menschen haben ihre Verwandten als vermisst gemeldet", sagte der Chef der Rettungseinheit in der nahe gelegenen Stadt Medan. Hunderte Hilfskräfte beteiligten sich an der Suche, darunter auch Angehörige des Militärs und der Polizei. Der Einsatz könnte sich lange hinziehen, da die Passagiere möglicherweise in der Fähre eingeschlossen seien, sagte der Einsatzleiter.

Derzeit gibt es "keinen Hinweis darauf", dass Österreicher an Bord der betroffenen Schiffs gewesen sind. Dies sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Dienstag gegenüber der APA. Nach Rücksprache mit der Botschaft und laut lokalen Medienberichten dürften keine heimischen Touristen unter den Verunglückten sein.