Chronik | Welt
26.06.2017

Kolumbien: Neun Tote bei Schiffsunglück

Das mehrstöckige Tourismusschiff ist im Stausee Penol-Guatape gesunken. An Bord sollen sich rund 150 Passagiere aufgehalten haben.

Mindestens neun Menschen sind bei einem Schiffbruch in Kolumbien ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden am Sonntag (Ortszeit) auf einem Stausee nahe der Stadt Medellin im nördlichen Department Antioquia. An Bord seien rund 150 Passagiere gewesen. 28 Menschen werden derzeit vermisst, sagte die Leiterin der örtlichen Katastrophenbehörde, Margarita Maria Moncada.

Viele konnten schnell aus dem Wasser geholt werden, weil andere kleine Boote zu Hilfe eilten. An der Rettung war außerdem ein Hubschrauber der kolumbianischen Luftwaffe beteiligt. Einer Mitteilung der Regionalregierung zufolge wurden 24 Menschen in ein Krankenhaus gebracht.

Unglücksursache noch ungeklärt

Auf einem Video des NachrichtenportalsEl Colombianowar zu sehen, wie das mehrstöckige Schiff auf dem Stausee Penol-Guatape langsam sank. Der See bei der Gemeinde Guatape ist bei Touristen und Wochenendausflüglern besonders beliebt. Bei der " El Almirante" handelte es sich um ein Freizeit- und Tourismusschiff.

Die "El Almirante" sei ohne Fremdeinwirkung gekentert, zitierte die Zeitung El Espectador eine Funktionärin der Regionalregierung in Antioquia, Victoria Eugencia Ramirez. Unklar war zunächst, ob das Schiff überladen war.