Die Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben haben begonnen

© Reuters/STEPHEN LAM

Kalifornien
08/25/2014

Bürger räumen nach Beben auf

Schadenssumme bei etwa 760 Mio. Euro und mehr als 130 Verletzte - "Es hätte schlimmer kommen können".

Nach dem schwersten Erdbeben seit einem Vierteljahrhundert haben in Nordkalifornien die Aufräumarbeiten begonnen. Trotz Schäden und mehr als 130 Verletzten machte sich dabei zunehmend Erleichterung breit: "Es hätte schlimmer kommen können", sagte der Stadtdirektor von Napa, Mike Parness.

Bilder der Schäden:

USA EARTHQUAKE CALIFORNIA

USA EARTHQUAKE CALIFORNIA

Man removes a car seat from a vehicle crushed by a

A vehicle is seen trapped beneath a collapsed park

Nina Quidit cleans up the Dollar Plus and Party Su…

The roof of a collapsed parking structure is seen

A damaged vehicle is seen under a collapsed parkin

Man points at undamaged wine barrels adjacent to t

A car drives over cracked asphalt along Highway 12

Das Beben der Stärke 6,0 hatte die Region nördlich der Metropole San Francisco am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) erschüttert. Nach Medienberichten wurden mindestens 120 Menschen verletzt. Drei von ihnen schwebten dem San Francisco Chronicle zufolge am Sonntagnachmittag noch in Lebensgefahr. Dazu zählt ein Kind, das von den Trümmern eines zusammengestürzten Kamins getroffen wurde.

Stromversorgung

An zahlreichen Gebäuden vor allem in Napa entstanden Schäden. Etwa 90 bis 100 Häuser seien vorerst für unbewohnbar erklärt worden, berichteten die Los Angeles Times und der Chronicle. Nachdem 70.000 Menschen vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten waren, ging die Zahl bis zum frühen Abend auf knapp 20.000 zurück.

Den Berichten zufolge waren auch nur einige Straßen so schwer beschädigt, dass sie gesperrt werden mussten. Zudem seien alle Brücken in der Region intakt geblieben. Weil Dutzende Wasserleitungen bei dem Beben gebrochen waren, sollen nach Angaben von Parness in Napa Stationen eingerichtet werden, in denen Bürger, die von der Versorgung abgeschnitten waren, Wasser erhalten können. Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hatte zuvor den Notstand für die Region ausgerufen. Damit kann rasch Hilfe aus Washington in die betroffenen Gebiete fließen.

Es war das schwerste Beben in der Region seit 25 Jahren. Aber da es sich um 3.20 Uhr am frühen Morgen ereignete, waren die Straßen und auch viele Geschäfte menschenleer. "Wir müssen uns nur vorstellen, wenn das am Tag passiert wäre", sagte Parness.

Zentrum des Bebens

Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 10,8 Kilometer unter der Erdoberfläche nordwestlich von American Canyon im für seine Weine berühmten Napa Valley. Im Laufe der folgenden Stunden gab es mehrere Nachbeben, darunter eines der Stärke 3,6.

Die Erschütterungen waren bis in die mehr als 60 Kilometer entfernte Metropole San Francisco zu spüren, wo ebenfalls Menschen durch die Erschütterung aus dem Schlaf gerissen wurden. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter berichteten sie von heftigen Schwankungen, Stromausfällen und zerbrochenem Glas. Der Erdstoß sei zudem recht lang gewesen.

Mehrere Autobahnzufahrten sowie mindestens zwei Straßen in Napa Valley wurden wegen Beschädigungen gesperrt. Die Verkehrspolizei in der Bucht von San Francisco kündigte an, sie überprüfe alle Brücken auf mögliche Schäden. Eine Brücke wurde vorsorglich gesperrt. Auch die Weingüter der Region wurden hart getroffen. "Es ist, als ob jemand mit einem Baseballschläger in die Reben gegangen ist und alles zerschmettert hat", berichtete ein Weinbauer, der anonym bleiben wollte.

Nach Schätzungen der US-Erdbebenwarte USGS liegt die Schadenssumme bei etwa einer Milliarde Dollar (etwa 760 Millionen Euro), wie die Washington Post berichtete. Die Aufräumarbeiten sollen laut Behörden noch etwa eine Woche andauern.

USGS-Expertin Jessica Turner warnte unterdessen im Radiosender KCBS davor, dass Nachbeben einer Stärke von bis zu 5,0 innerhalb einer Woche wahrscheinlich seien.

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