Der Eyjafjallajökull legte 2010 den europäischen Flugverkehr lahm.

© APA/EPA/S.OLAFS

Island
08/20/2014

Gletschervulkan Bardarbunga rumort weiter

Ausgerechnet in der Reisezeit macht ein isländischer Vulkan auf sich aufmerksam - schon wieder.

Schon wieder rumort eine isländischer Vulkan mitten in der Reisezeit: Auch in der Nacht auf Mittwoch gab der größte Gletschervulkan der Insel, der Bardarbunga, keine Ruhe. Rund 250 einzelne Erdstöße verzeichnete die Geologische Warte in Reykjavik während der Nachtstunden in seiner Nähe. Eines davon erreichte die Stärke 3 auf der Richterskala, die als kritischer Wert gilt. Für einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch sehen die Geologen aber weiter keine Anzeichen.

Die seit Tagen anhaltenden Erdbebenschwärme im Gletschergebiet des Vatnajökull hatten am Dienstag vorübergehend abgenommen. Die zweithöchste Vorwarnstufe für den internationalen Flugverkehr - orange - blieb dennoch aufrecht.

Gefährliche Gletscherfluten

Der Abschluss der Evakuierung des zum Sperrgebiet erklärten Hochplateaus nördlich des Vulkans, der für die Nachtstunden geplant war, musste auf heute verschoben werden. In dem Gebiet befanden sich zuletzt nach Behördenschätzungen rund 100 bis 150 Touristen. Gefahr droht ihnen unter anderem durch mögliche Gletscherfluten bei einem Ausbruch.

Der Bardarbunga ("Bardar-Wölbung") ist nach einem Wikinger-Pionier benannt, der sich während der ersten Landnahme Islands rund um das Jahr 900 in der Nähe des Vulkans ansiedelte. Damals hatte der Vulkan gerade einen seiner beiden größten Ausbrüche der geschichtlichen Aufzeichnung hinter sich.

Déjà-vu?

Im April 2010 hatte ein Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden gestrichen, mehr als acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

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