Dem Herren-Volleyballspiel Iran gegen Italien durften keine Frauen beiwohnen.

© APA/EPA/Jacek Bednarczyk

Menschenrechte
09/11/2014

Iran: Britin wollte Herren-Volleyball sehen - Haft

Frauen dürfen dort keine Männersportarten anschauen - Facebook-Kampagne zur Freilassung gestartet.

Eine britisch-iranische Staatsbürgerin sitzt seit mehr als zwei Monaten in einem iranischen Gefängnis weil sie versucht hatte, ein Herren-Volleyball-Match anzuschauen. Wie die britische Zeitung Independent am Donnerstag weiter berichtete, wurde die 25-jährige Ghoncheh Ghavami am 20. Juni zusammen mit einem Dutzend anderer Frauen festgenommen.

Sie hatten vor dem Azadi-Stadium (Freiheits-Stadium), in dem die iranische Nationalmannschaft gegen Italien spielte, dagegen protestiert, dass Frauen in der Islamischen Republik öffentlich keine Sportarten ansehen dürfen, die von Männern ausgeübt werden.

Ghavami wurde kurz nach ihrer Festnahme wieder freigelassen. Als sie aber zurückkehrte, um ihre persönlichen Sachen abzuholen, wurde sie erneut festgenommen und in das berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis überstellt, wo viele politische Gefangene und Journalisten einsitzen.

Ghavamis Bruder Iman Ghavami berichtete, seine Schwester habe die Familie angerufen und unter Tränen berichtet, sie sei für 41 Tage in Einzelhaft gesteckt worden. Unterdessen wurde eine Facebook-Kampagne zur Freilassung der angehenden Rechtsanwältin gestartet und dabei zu Protesten bei iranischen Volleyball-Matches aufgerufen.

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