Ein syrisches Mädchen in einer Unterkunft der Vereinten Nationen - viele von ihnen wollen nach Europa

© REUTERS/JAMAL SAIDI

Bericht
09/29/2014

40.000 Flüchtlinge seit 2000 gestorben

Europa gilt für Migranten als gefährlichstes Ziel - heuer kamen bereits 3.072 Menschen im Mittelmeer ums Leben.

Im Mittelmeer sind heuer bereits mehr als 3.000 Flüchtlinge beim Versuch gestorben, nach Europa zu gelangen. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montag mitteilte, wurde mit 3.072 Opfern seit Jahresbeginn der bisherige Höchststand von 2011 um mehr als das Doppelte übertroffen.

Von den weltweit 4.077 Toten entfielen laut IOM mehr als 75 Prozent auf die Mittelmeer-Region.

40.000 Todesopfer seit 2000

insgesamt seien bei Flucht und Auswanderung seit dem Jahr 2000 mehr als 40.000 Menschen ums Leben gekommen. "Unsere Botschaft ist deutlich: Migranten sterben, obwohl sie es nicht müssten", sagte der Generaldirektor der Hilfsorganisation, William Lacy Swing, bei der Vorstellung des Berichts "Tödliche Reisen" am Montag in Genf.

"Es ist an der Zeit, mehr zu tun, als nur die Opfer zu zählen", sagte Swing. "Es ist Zeit, dass sich die Welt engagiert, um die Gewalt gegen verzweifelte Migranten zu stoppen". In dem rund 200 Seiten starken Bericht kommt die Organisation zu dem Schluss, dass Europa das gefährlichste Ziel für Migranten sei. Mit 22.000 Toten habe es hier mehr als die Hälfte der Opfer gegeben. Allein seit Oktober 2013 waren demnach 4.000 Tote zu beklagen. Die meisten der Menschen hätten ihr Leben bei dem Versuch verloren, das Mittelmeer zu überqueren.

Mit deutlichem Abstand der gefährlichsten Ziele von Migranten folgt in dem Bericht die amerikanisch-mexikanische Grenze mit fast 6.000 Toten seit dem Jahr 2000, vor diversen Routen durch die Sahara mit 3.000 Toten.

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