Donald Tsang und seine Frau Selina erschienen vor Gericht

© APA/AFP/ISAAC LAWRENCE

Hongkong
01/03/2017

Korruptionsprozess gegen Ex-Regierungschef

Der 72-jährige Angeklagt soll eine Luxuswohnung zum Spottpreis bekommen haben.

Zum Prozessauftakt am Dienstag beteuerte der ehemalige Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, Donald Tsang, seine Unschuld. Ihm drohen bis zu 21 Jahre Haft wegen mehrfacher Amtsvergehen. Dem 72-Jährigen wird schwere Korruption vorgeworfen. So soll er sein Verhältnis zum Hongkonger Geschäftsmann Bill Wong Cho-bau verschleiert zu haben. Er habe in seiner Amtszeit von dem Unternehmer zu günstigen Konditionen ein Luxusappartement gemietet, dafür bekam Bill Wongs Medienunternehmen eine neue Übertragungslizenz.

Tsang war von 2005 bis 2012 Regierungschef von Hongkong. Es wird erwartet, dass der Prozess gegen ihn etwa 20 Tage dauert. Das Verfahren gegen Tsang ist der größte Korruptionsprozess in der asiatischen Finanzmetropole, seit vor zwei Jahren der ehemalige Vize-Regierungschef Rafael Hui verurteilt wurde. Hui hatte von einem Bau-Magnaten Bestechungsgelder in Höhe von 8,5 Millionen Hongkong Dollar (1,04 Millionen Euro) angenommen. Er wurde 2014 zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt und musste rund 1,4 Millionen Euro zurückzahlen.

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