Gruppenvergewaltigung: Sieben Männer wurden zum Tode verurteilt

Fünf Männer in traditioneller Kleidung stehen hinter einem Tisch.
Die in Polizeiuniformen gekleideten Täter hatten die von einer Hochzeit kommenden Frauen vergewaltigt.

Nach einer Gruppenvergewaltigung sind sieben Männer in Kabul zum Tode verurteilt worden. In dem Prozess, der nur wenige Stunden dauerte und live im TV zu sehen war, wurden die Männer für schuldig befunden, im August eine Gruppe von vier Frauen überfallen und vergewaltigt zu haben. Drei weitere Männer, die beteiligt gewesen sein sollen, sind untergetaucht.

Die in Polizeiuniformen gekleideten und bewaffneten Täter hatten die von einer Hochzeit kommenden Frauen aus einem Fahrzeugkonvoi gezwungen, beraubt, geschlagen und vergewaltigt. Eine Frau wurde so schwer verletzt, dass sie eine Woche im Spital behandelt werden musste. Ein weiteres Opfer war zum Tatzeitpunkt schwanger.

Der Fall hatte landesweit für Empörung gesorgt. Vor dem Gericht versammelten sich wütende Demonstranten, die die Todesstrafe forderten. Auch Präsident Hamid Karsai und der Polizeichef Sahir Sahir verlangten, dass die Männer gehängt werden. Sahir forderte, die Täter müssten zur Abschreckung öffentlich hingerichtet werden. Offiziell wurde die Todesstrafe wegen bewaffneten Raubüberfalls verhängt. Die Täter können das Urteil noch anfechten.

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