Chronik | Welt
06.05.2018

Grubenunglück in Polen: Ein Toter und drei Vermisste

Erdstoß überraschte elf Arbeiter in Bergwerk in Schlesien.

In einem polnischen Bergwerk ist ein Arbeiter bei einem Erdbeben am Samstag ums Leben gekommen. Rettungskräfte hätten den Toten am Sonntag aus der Zofiowka-Mine in Schlesien geborgen, sagte Daniel Ozon, Chef des Gruben-Betreibers. Es handelte es sich offenbar um einen 38-Jährigen, der seit zehn Jahren in dem Kohle-Bergwerk arbeitete.

Mit einem weiteren, offenbar teilweise verschütteten Arbeiter standen die Rettungskräfte in Kontakt. An dessen Bergung seien 200 Helfer beteiligt, sie könne mehrere Stunden dauern. Drei weitere Bergleute wurden laut Ozon dagegen weiterhin vermisst.

Beben in 900 Metern Tiefe

Das Erdbeben, das zum dem Unglück führte, ereignete sich in einer Tiefe von 900 Metern. Nach Angaben der polnischen Behörden hatte es eine Stärke von 3,4 auf der Richterskala. Zum Zeitpunkt des Erdstoßes befanden sich nach Unternehmensangaben elf Bergleute in der Mine. Vier seien gleich nach dem Beben an die Oberfläche geholt worden, zwei weitere konnten sich mithilfe der Rettungskräfte befreien.

In den polnischen Kohlegruben kommt es immer wieder zu Unglücken. In den vergangenen 45 Jahren starben mehr als 200 Arbeiter.