Chronik | Welt
12.06.2018

Geiselnahme in Paris unblutig zu Ende gegangen

Zwei Geiseln wurden befreit, der Geiselnehmer festgenommen. Offenbar kein Terrorhintergrund.

Im Zentrum von Paris ist am Dienstagabend eine Geiselnahme unblutig zu Ende gegangen. Der Geiselnehmer sei festgenommen worden, teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt mit. Zwei Geiseln konnten demnach befreit werden. Eine von ihnen sei "mit Benzin bespritzt" gewesen.

Die Geiselnahme hatte die Polizei seit 16.00 Uhr in Atem gehalten. Ein bewaffneter Mann hatte laut Sicherheitskräften im zehnten Stadtbezirk Menschen in seine Gewalt gebracht. Das Motiv war unklar: Die Situation sei "sehr unüberschaubar", teilten die Sicherheitskräfte zunächst mit. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es aber offenbar nicht.

Spezialkräfte kamen zum Einsatz. Eine Straße südlich des Nordbahnhofs wurde abgesperrt. Die Polizei verhandelte zunächst mit dem Geiselnehmer. Kurz vor 20.00 Uhr stürmten die Spezialkräfte das Gebäude.