Chronik | Welt
28.03.2018

Frankreich ehrt getöteten Polizisten

Der Gendarmerieoffizier hatte sich beim Angriff eines bekennenden Islamisten als Austauschgeisel zur Verfügung gestellt.

Mit einer nationalen Gedenkfeier hat Frankreich den bei einem Terroranschlag getöteten Polizisten Arnaud Beltrame geehrt. "Die Erinnerung an ihn wird lebendig bleiben, sein Beispiel wird bleiben", sagte Staatspräsident Emmanuel Macron am Mittwoch im Ehrenhof neben dem Pariser Invalidendom. Er ernannte Beltrame posthum zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion.

Beltrames Sarg war zuvor begleitet von einer Motorradeskorte von der Ruhmeshalle Panthéon zum Ort der Zeremonie gebracht worden. Der Gendarmerieoffizier hatte sich am vergangenen Freitag beim Angriff eines bekennenden Islamisten in einem Supermarkt in der Nähe von Carcassonne als Austauschgeisel zur Verfügung gestellt. Der Angreifer hatte Beltrame schwer verletzt, der Polizist starb später im Krankenhaus. Insgesamt hatte der Täter bei mehreren Attacken vier Menschen getötet. Er wurde von der Polizei erschossen.

"Gegen neue Form des Islamismus kämpfen"

Frankreich muss nach den Worten von Macron gegen eine neue Form des Islamismus kämpfen. Das Land gehe nicht nur gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor, sondern auch gegen "diesen unterirdischen Islamismus, der sich über die sozialen Netzwerke ausbreitet".

Angesichts der terroristischen Bedrohung müssten alle Bürger wieder wachsam sein, forderte der Staatschef. Frankreich werde die Bewährungsprobe des islamistischen Terrors bestehen. "Unser Volk hat viele andere bestanden."