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Ukraine/Türkei
02/08/2014

Flugzeug-Entführer forderte Freilassung von Geiseln

Der ukrainische Regierungsgegner wollte ein Flugzeug zu den olympischen Spielen nach Sotschi umleiten.

Ein wahrscheinlich betrunkener ukrainischer Fluggast hat an Bord eines türkischen Passagierflugzeugs Entführungsalarm ausgelöst. Der Mann versuchte auf dem Flug von Charkow nach Istanbul am Freitag zu den Piloten vorzudringen, um die Maschine in die Olympiastadt Sotschi umzuleiten.

Sein Ziel wäre offenbar gewesen, politische Gefangene in der Ukraine freizupressen, wo sich seinen Angaben nach "Putin und Janukowitsch befanden, die Blut an den Händen haben". SBU-Ermittlungsleiter Maxim Lenko sagte weiter: "Er forderte die Freilassung aller Geiseln in der Ukraine, sonst würde er das Flugzeug in die Luft sprengen." Die ukrainische Opposition bezeichnet die während der monatelangen Proteste gegen den Staatschef festgenommenen Demonstranten als "Geiseln". Laut Lenko handelte es sich bei dem verhinderten Entführer um einen 1969 im ostukrainischen Charkiw geborenen Mann. Er habe sein Ticket am Tag des Abflugs von Charkiw nach Istanbul gekauft.

Hohe Haftstrafe droht

Auf die ihm vorgeworfenen Vergehen stehen in der Ukraine bis zu zehn Jahre Haft, in der Türkei 20 Jahre. Der ukrainische Generalkonsul in Istanbul hatte nach Gesprächen mit den Passagieren der Maschine berichtet, die Besatzung sei zum Schein auf die Forderungen des Mannes eingegangen. Um dies glaubwürdig erscheinen zu lassen, habe das Flugzeug zwei Kreise über dem Schwarzen Meer gedreht.

Von Besatzungsmitgliedern überwältigt

Anschließend sei es zwei Besatzungsmitgliedern gelungen, den Mann niederzuringen und zu fesseln. Das Flugzeug landete später begleitet von zwei türkischen Kampfflugzeugen, die infolge der Auslösung eines Alarms durch den Piloten entsandt worden waren, auf dem Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen. Lenko sagte, eine Überprüfung des Flugzeugs habe ergeben, dass sich kein Sprengstoff oder eine Waffe an Bord befanden.

Keine Gefahr für Eröffnungsfeier

Der Chef des Olympia-Organisationskomitees, Dmitri Tschenischenko, erklärte, der Zwischenfall habe "keinerlei Bedrohung" für die Eröffnungsfeier in Sotschi dargestellt. Die türkischen und ukrainischen Behörden hätten das Nötige getan, um die Angelegenheit zu klären.

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