© EPA/ANGELO CARCONI

Statistik
02/08/2015

Die meisten jungen Italiener leben bei den Eltern

"Nesthocker-Generation": Zwei Drittel bleiben im Hotel Mama.

Wirtschaftskrise, unsichere Arbeitsverhältnisse und teure Wohnungen zwingen immer mehr erwachsene Italiener, im Elternhaus zu bleiben. Zwei Drittel der jungen Italiener im Alter zwischen 18 und 35 Jahren - 65,8 Prozent - leben bei den Eltern, geht aus einer Untersuchung des Statistikamts Eurostat hervor.

Insgesamt sieben Millionen Italiener unter 35 Jahren leben bei den Eltern. Die Zahl ist doppelt so hoch wie in Frankreich und Großbritannien und 17 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt. Experten führen diese hohe Zahl auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit infolge der schweren Rezession zurück, die über 40 Prozent beträgt. Vor allem im wirtschaftlich benachteiligten Süden ist die Zahl der bei den Eltern lebenden Italienern hoch. Demografen warnen vor einer "Nesthocker-Generation", die ein Problem für die Entwicklung des Landes ist.

Nicht nur Probleme bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung erschwerten die Trennung von den Eltern. Auch kulturelle Faktoren würden eine Rolle spielen. Viele junge Frauen seien Nesthockerinnen, obwohl sie finanziell selbstständig seien. Als Gründe nennen Forscher die hohen Mieten in Italien und das Desinteresse an der Ehe.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.