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Religion
01/23/2015

Die Bestattung im Islam

Strenge Regeln bei einer Beisetzung nach islamischem Ritus.

Nach islamischer Sitte müssen Verstorbene kurz nach dem Tod bestattet werden, möglichst binnen 24 Stunden. Nach der rituellen Waschung wird der Tote in weiße Leinentücher gewickelt und nach dem Totengebet beigesetzt. Bei Gläubigen, die die Wallfahrt nach Mekka unternommen haben, soll es das Wallfahrtsgewand sein. Muslime sollen grundsätzlich auf einem muslimischen Friedhof oder Gräberfeld beigesetzt werden. Viele betrachten es als besondere Ehre, den Toten zum Grab zu tragen und dabei sein Gewand zu berühren.

Am offenen Grab werden die Totengebete gesprochen: das Glaubensbekenntnis, die 1. Sure des Koran, Fürbittegebete und der Friedensgruß. Danach erfolgt die Grablegung, traditionell im offenen Sarg. Der Tote wird so auf seine rechte Seite gelegt, dass sein Gesicht nach Mekka weist. Die Trauergemeinde schließt das Grab mit Erde. Auf die Grablegung folgt ein gemeinsames Mahl.

Es beginnt eine dreitägige Trauerzeit, in der die Angehörigen Beileidsbesuche abstatten, Gebete sprechen und aus dem Koran rezitieren. In den 40 Tagen nach dem Tod sollen die engsten Verwandten dunkle Trauerkleidung tragen. Hochzeiten, Musik- und Tanzveranstaltungen werden vermieden. Die Trauerzeit endet mit einem Essen in der Familie, dem Besuch des Grabes und dem Verteilen von Spenden.

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