epa03821926 A view of a villa built privately on the rooftop of a 26-storey residential block in Beijing, China, 12 August 2013. A villa privately built on the rooftop of a residential building in downtown Beijing has drawn the ire of neighbors downstairs and brought the building to the attention of the public. According to local media, the villa has been under construction for the past six years and comes complete with fake rockeries and landscaping that could easily be passed of as a scenery spot. Neighbors complain of leakage problems and noise from the construction. The owner, only known as 'Professor Yang', has been instructed to tear down the illegal building according to property managers. EPA/HOW HWEE YOUNG

© APA/HOW HWEE YOUNG

Kuriositäten
08/13/2013

Bauwahn in China: Protest gegen Felsen-Penthouse

Auf einem 26-stöckigen Wohnhaus hat ein Chinese eine Felsenvilla errichtet – nur ein Beispiel kurioser Baukunst aus China.

Zhang Biqing nennt sich jener Mann, der auf dem Wohnturm in der chinesischen Hauptstadt Peking seinen Traum von der eigenen Villa verwirklicht hat: Er hat – ohne Genehmigung – eine architektonische Kuriosität aus Felsen dort hingebaut. Künstliches Gestein und echte Bäume verdecken ein 1000 Quadratmeter großes Anwesen, in dem der Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin Quartier bezogen haben soll, berichtet die South China Morning Post.

Dass dies nicht ohne Querelen abgehen kann, ist nur logisch – bereits während der sechs Jahre andauernden Bauarbeiten seien Anrainer ausgezogen, andere hätten sich nun über Schäden an Rohren und Wänden beschwert. "Wir halten das für äußerst gefährlich", zitiert dieBeijing Morning Newseinen Bewohner aus dem 26. Stock. Was ist, wenn das Ganze bei einem Unwetter zusammenbricht oder wenn unsere Decke einstürzt?"

Abriss ist fraglich

Nach Angaben der Behörden war der Bau nicht genehmigt. Ob das eigenwillige Penthouse abgerissen wird, ist noch fraglich: Zwar haben die Behörden dem Arzt eine Frist von 15 Tagen eingeräumt, selbst mit den Abrissarbeiten zu beginnen oder einen Beweis dafür zu erbringen, dass die Konstruktion doch legal errichtet wurde. Ob die Behörde danach aber tatsächlich einschreitet, wird sich zeigen: Vor dem Hintergrund zunehmender Konflikte zwischen Bauunternehmen und korrupten Beamten hat die Regierung laut Medienberichten den Abriss von Häusern ohne Einwilligung von deren Besitzern inzwischen verboten.

Angesichts der explodierenden Immobilienpreise sind Aufbauten auf mehrstöckigen Gebäuden in China keine Seltenheit. Anfang des Monats berichteten die Medien, dass 25 auf dem Dach eines Einkaufszentrums errichtete Luxusvillen inzwischen von Wanderarbeitern bezogen wurden, nachdem die Behörden ihren Bau für illegal erklärt hatten – dieses Beispiel und andere, die den chinesischen Bauwahn dokumentieren, finden Sie in unserer Bilderstrecke.

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