Buschfeuer wüten weiter im Süden Kaliforniens

Die schweren Waldbrände im Westküstenstaat breiten sich weiter aus, ganze Landstriche sind bereits verkohlt. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, auch das Promi-Viertel Bel Air in Los Angeles ist nun bedroht.

Lichterlohe Flammen: Seit Tagen zieht eine Feuerwalze durch den Süden des US-Westküstenstaates Kalifornien. Das Feuer dürfte unweit der Ortschaft Ventura zwischen Santa Barbara und Los Angeles ausgebrochen sein. Rund 27.000 Menschen seien durch die Brände bereits in die Flucht getrieben worden. Todesopfer gibt es bisher keine. Eine Familie steht vor den Ruinen ihres Zuhauses: Bisher wurden weit mehr als hundert Gebäude zerstört. Auch die Hügel um die Luxusvillen in Bel Air stehen nun in Flammen. Viele Promis sitzen auf gepackten Koffern. Vier Villen in den Hügeln sind nach Angaben der Behörden abgebrannt, elf seien beschädigt worden. Dort besitzen Stars wie Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow, Jennifer Lopez, Jay-Z und Beyoncé teure Domizile. Die berüchtigten Santa-Ana-Winde hatten die Flammen zuletzt angefacht und rasch verbreitet. Bis mindestens Freitag muss mit starken Böen gerechnet werden. In den Wintermonaten sind Waldbrände eigentlich ungewöhnlich. In diesem Dezember sollte längst der Winterregen begonnen haben, doch der ist bisher ausgeblieben. Trocken und bis zu 28 Grad Wärme, so die Prognose für die nächsten zehn Tage in Los Angeles. Ein Feuerwehrmann im Kampf gegen das Feuer im Westen Los Angeles'. Tausende Feuerwehrleute sind in der Region im Einsatz. Dichte Rauchschwaden hängen über dem Mondos Beach. Das Feuer fraß sich am Mittwoch bis zur Pazifikküste durch. Nach Angaben der Behörden brannte seit Montag eine Fläche von mehr als 260 Quadratkilometern ab. Es sei ein „Wunder“, dass bisher keine Todesopfer aus den Brandgebieten gemeldet wurden, sagte Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles. Es ist nicht der erste Waldbrand, der Kalifonien heimsucht. Erst im Oktober tobte in den Weinregionen um Sonoma und Napa ein Flammeninferno. 44 Menschen starben, zeitweise waren 100.000 Anwohner vor den Flammen auf der Flucht.
(apa/dpa / ms) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?