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03/13/2013

Botschaft von Liebe und Mitgefühl

Bundespräsident Fischer will bei der Amtseinführung des neuen Papstes dabei sein.

Der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, hat die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst als "mutigen Beschluss" gefeiert. "Diese Wahl bezeugt den Mut der Kardinäle, die Perspektive der Kirche zu erweitern. Bisher war noch nie ein Papst aus einem anderen Kontinent gewählt worden", sagte Lombardi, der wie Bergoglio Jesuit ist.

Überrascht über die Wahl des 76-jährigen Argentiniers hat sich am Mittwochabend der St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng gezeigt. Der Name Bergoglio sei bekannt, aber nicht unbedingt unter jenen gewesen, "die als Kandidaten angesehen wurden", sagte Küng im ORF-Fernsehen. "Aber die Kirche ist immer für Überraschungen gut".

US-Präsident Barack Obama hat dem neuen Papst Franziskus I. zu seiner Wahl gratuliert. Er freue sich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten, um Frieden, Sicherheit und die Würde aller "Mitmenschen, unabhängig ihres Glaubens" zu stärken.

"Als Fürsprecher der Armen und der Schwächsten trägt er die Botschaft von Liebe und Mitgefühl weiter, die die Welt seit mehr als 2000 Jahren inspiriert hat", so Obama und seine Ehefrau Michelle in einer schriftlichen Erklärung. Zugleich sei die Wahl des ersten Papstes aus Amerika ein Zeichen der Vitalität und Stärke Lateinamerikas.

Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat den neuen Pontifex beglückwünscht. "Wir wünschen, dass Sie als Kirchenführer eine fruchtbare Aufgabe erfüllen werden, in so großen Verantwortungen im Streben um Gerechtigkeit, Gleichheit, Brüderlichkeit und den Frieden der Menschheit", hieß es in einem an den Papst gerichteten Brief.

Fernandez der Kirchner hatte in den vergangenen Jahren mehrfach öffentliche Auseinandersetzungen mit dem bisherigen Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, geführt.

Die Politik in Österreich hat auf die Wahl des neuen Papstes Mittwochabend reagiert. Bundeskanzler Werner Faymann wünschte dem neuen Kirchenoberhaupt "Kraft". Er hoffe, "dass Franziskus den Dialog in den Mittelpunkt seines Pontifikats stellen" und sich "für Frieden, für arme Menschen und den Kampf gegen die Armut" einsetzen werde, so Faymann in einer Aussendung. Als "Zeichen der Hoffnung und Beweis für die Einheit der katholischen Kirche" bezeichnet Vizekanzler Michael Spindelegger die rasche Einigung im Kardinalskollegium. Spindelegger hofft, dass der neue Heilige Vater, so wie die beiden vorigen Päpste, Österreich besucht und wünschte ihm "die Kraft, das Schiff der Kirche verantwortungsvoll in die Zukunft zu steuern".

Bundespräsident Heinz Fischer hat Jorge Mario Bergoglio namens des österreichischen Volkes und persönlich seine herzlichsten Glückwünsche zur Papst-Wahl ausgesprochen. „Die Wahl des neuen Papstes hat ein in mehrerlei Hinsicht bemerkenswertes Ergebnis gebracht. Erstmals wurde ein Nicht-Europäer in dieses hohe Amt berufen und die Wahl des Namens, die wohl auf den Hl. Franz von Assisi hindeutet, lässt eine Betonung der Zuwendung zu den Armen und eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Schätzen der Natur vermuten. Diese Themen sind weit über den Kreis der katholischen Kirche und der christlichen Religion hinaus für die ganze Welt von Bedeutung“, so Bundespräsident Fischer. Fischer hat laut einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei die Absicht, an der Amtseinführung von Papst Franziskus I. in Rom teilzunehmen.

Auch Die Spitzen der EU-Institutionen haben dem neuen Papst Franziskus I. gratuliert. "Wir wünschen Ihnen ein langes und gesegnetes Pontifikat, das Eurer Heiligkeit und der katholischen Kirche erlauben wird, die Grundrechte des Friedens, der Solidarität und der Menschenwürde zu verteidigen und zu fördern", erklärten EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy in einer gemeinsamen Mitteilung am Mittwoch in Brüssel. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat dem neuen Papst und allen Katholiken weltweit gratuliert. "Ich freue mich auf die Fortführung der Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem Vatikan unter der weisen Führung von seiner Heiligkeit, Papst Franziskus", sagte Ban laut Mitteilung am Mittwoch in New York.

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