Chronik | Welt
14.04.2017

Blutige Karfreitagsrituale auf den Philippinen

Auch eine Frau nahm an den traditionellen Kreuzigungen teil. Zudem geißelten sich Dutzende selbst und ließen sich auspeitschen.

Auf den Philippinen haben sich am Karfreitag zahlreiche Menschen ans Kreuz nageln lassen. Unter den Gläubigen, die so dem Leiden und Tod Jesu gedenken, war auch eine Frau. Tausende Menschen nahmen an den Feierlichkeiten teil, die den Höhepunkt der Osterfeiertage in dem katholischen Inselstaat in Südostasien darstellen.

Die Gläubigen bleiben mindestens fünf Minuten am Kreuz. Im Dorf San Pedro Cutud etwa ließen sich neun Menschen kreuzigen, einer von ihnen zum 31. Mal. Zudem geißelten sich Dutzende Männer selbst, ließen sich auspeitschen oder trugen große Holzkreuze durch ihre Dörfer.

Kirche heißt Kreuzigungen nicht gut

Die Kirche auf den Philippinen ermutigt diese extremen Glaubensbezeugungen zwar nicht, tut aber auch wenig, um sie zu unterbinden. Erzbischof Socrates Villages sagte, die Rituale seien unnötig, stattdessen sollten reuige Sünder anderen Menschen helfen.

Bilder von 2016: