© REUTERS/STRINGER

US-Fernsehstar
07/19/2015

Bill Cosby: Liegt jetzt alles auf dem Tisch?

Neue Details im Fall Cosby: New York Times liegen 1.000 Seiten Gerichtsprotokoll vor.

Zuletzt hatte sich auch seine langjährige Wegbegleiterin Whoopi Goldberg von ihm abgewandt. "Alle Informationen weisen auf seine Schuld hin", räumte die Schauspielerin vergangene Woche in ihrer Talkshow ein. Sie war die letzte prominente Fürsprecherin Bill Cosbys, hatte sogar nach den jüngsten Enthüllungen - wonach Cosby bereits 2005 gestand, Frauen vor dem Sex betäubt zu haben - zu dem US-Comedy-Star gehalten. Sie glaube so lange an die Unschuld eines Menschen, bis das Gegenteil bewiesen sei, sagte die Schauspielerin nach den Enthüllungen der Nachrichtenagentur Associated Press. Diese hatte Zugang zu Gerichtsprotokollen bekommen und Anfang Juli publik gemacht (der KURIER berichtete). Der New York Times liegt nun das 1.000 Seiten starke Protokoll aus dem Jahr 2005 in vollem Umfang vor.

Cosby gab demnach zudem in einer eidesstattlichen Erklärung an, seine Seitensprünge und durch Zahlungen vor seiner Ehefrau geheim gehalten zu haben. Cosby hatte damals in einem Verfahren ausgesagt, in dem es um Vorwürfe der früheren Universitätsangestellten Andrea Constand ging. Sie hatte den heute 78-jährigen Fernsehstar beschuldigt, sie unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben. Cosby gab dem Bericht zufolge jedoch an, er sei Constands Mentor gewesen und habe sie daher zu sich nach Hause eingeladen, um mit ihr über ihre "persönliche Situation" und ihre Ausbildung zu sprechen.

Geld gegen Schweigen

Bei einem Treffen habe er ihr das Beruhigungsmittel Benadryl gegeben, weil sie unter Stress gestanden habe, räumte Cosby demnach ein. Anschließend sollen die beiden Sex gehabt haben. Nach Angaben ihres Anwalts geht Constand davon aus, dass Cosby ihr ein deutlich stärkeres Medikament verabreichte. Geld habe sie nicht von Cosby gewollt. Cosby sagte dem Bericht zufolge aus, Constand sei eine "Lügnerin". Das Verfahren wurde später eingestellt. Der New York Times zufolge räumte Cosby damals außerdem ein, dass er einer weiteren Frau über seinen Agenten Geld zukommen ließ, um sein Verhalten vor seiner Ehefrau geheim zu halten.

In den vergangenen Monaten hatten rund 30 Frauen Cosby sexuelle Vergehen bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen, die teils mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Der in den 80er-Jahren mit der Sitcom "The Cosby Show" weltbekannt gewordene Schauspieler bestritt die Vorwürfe in der Öffentlichkeit stets vehement.

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