Behörden und Eltern streiten um die kleine Maria
© APA/GREEK POLICE / HANDOUTMaria mit ihren Zieheltern in Griechenland
Tauziehen um das Roma-Mädchen: Die leibliche Mutter fordert ihr Kind zurück, die Zieheltern wollen Maria adoptieren
Das Ringen um das Schicksal des Roma-Mädchens Maria wird laut einer Anwältin noch lange weitergehen. „Es könnte Monate dauern“, sagte die Rechtsanwältin Marietta Palavra-Zafiriou. Die Juristin vertritt das griechische Roma-Paar, bei dem die etwa Fünfjährige in Griechenland gefunden wurde. Leibliche Mutter ist die Bulgarin Sasha Ruseva, 35.
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epa03922063 Putative mother Sasha Ruseva with one of her children, whom she claims is albino, pose for photographers in town of Nikolaevo, Bulgaria, 24 October 2013. Bulgarian police interrogated a Roma couple that could be the biological parents of the blonde girl who had been found in a Roma ghetto in Greece and is known as Maria. The couple lives in Nikolaevo in Southern Bulgaria. According to Bulgarian media reports, the possible mother of Maria told a woman that she had sold her child for 500 levs. The couple is said to have up to ten children. EPA/IVAN YANEV BULGARIA OUT
Die Frau will Maria zurückhaben. Dies wollen auch die selbst ernannten Zieheltern in
Griechenland, Christos
Salis und Eletheria Dimopoulou. Die bulgarischen Behörden fordern indes die Rückgabe des Kindes an den bulgarischen Staat. Die griechische Justiz will in den kommenden Tagen entscheiden, ob Maria in
Griechenland bleibt. Während Zieheltern, leibliche Mutter, Anwälte und Behörden streiten, harrt die kleine Maria in der Obhut einer Kinderhilfsorganisation bei
Athen aus.
Mit Tränen in den Augen schrie die leibliche Mutter, die insgesamt zehn Kinder hat, im bulgarischen Fernsehen: „Ich will mein Kind zurückhaben.“ Sie habe aus finanzieller Not den Zieheltern das Kind überlassen. Doch auch die Zieheltern wollen Maria haben: Ja, sie hätten das Kind illegal aufgenommen. Sie hätten es aber lieb gewonnen und wollten es adoptieren.
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