Rachel Dolezal heute

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USA
06/13/2015

Aktivistin soll sich als Schwarze ausgegeben haben

Streit um Hautfarbe von Rachel Dolezal: Die Bürgerrechtlerin soll in Wahrheit weiß sein.

Der NAACP hatte in letzter Zeit viel zu tun: Die Bürgerrechtsorganisation, die sich für die Rechte der Schwarzen einsetzt, war in der jüngsten Debatte um rassistisch motivierte Gewalt in den USA an vorderster Diskussionsfront. Nun sieht sich der NAACP mit einem skurrilen Streit konfrontiert: Rachel Dolezal, die in Spokane im US-Staat Washington der Organisation vorsteht, soll in Wahrheit weiß sein.

Der Fall sorgt in den USA für Empörung. Dolezal soll sich als Frau afroamerikanischer Abstammung ausgegeben haben, ihre leiblichen Eltern machten aber ihre Abstammung publik. Sie sagten dem Sender CNN, sie seien traurig und verletzt und verstünden nicht, weshalb ihre Tochter nicht zu ihrer Identität stehe.

Die Eltern zeigten zudem Lokalmedien die Geburtsurkunde und Kinderfotos ihrer Tochter - diese zeigen ein blondes, hellhäutiges Mädchen. Heute jedoch tritt Rachel Dolezal mit schwarzen kurzen Locken und brauner Haut auf.

Für keine der Positionen im NAACP ist es Bedingung, schwarz zu sein, nach einem Bericht der Zeitung "Coeur d'Alene Press" gab Dolezal aber bei der Bewerbung an, schwarzer, weißer und indigener Abstammung zu sein. Ihre Tochter habe ihnen nie erklärt, "weshalb sie das tut und unehrlich und irreführend mit ihrer Identität umgeht", sagte ihre Mutter Ruthanne Dolezal dazu am Freitag. Der Kontakt zu der 37-Jährigen sei seit langem abgebrochen. Die Verwaltung von Spokane erklärte, sie nehme die Vorwürfe "sehr ernst" und prüfe, ob Richtlinien verletzt wurden. Der NAACP erklärte, sie stehe hinter Dolezal und respektiere ihre Privatsphäre. Rasse sei kein Kriterium für die Vertretung der Organisation. Die Aktivistin selbst reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage für eine Stellungnahme. Jüngst brach sie ein Interview mit einem örtlichen TV-Reporterab. Er hatte sie gerade heraus gefragt: "Sind Sie Afroamerikanerin?"

Zum Vergleich: rechts ein Bild aus früheren Tagen:

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