Chronik | Welt
22.05.2018

44 Grad in Karachi: Mehr als 60 Tote durch Hitzewelle

In der pakistanischen Großstadt stöhnen die Menschen unter der enromen Hitze - diese könnte bis Donnerstag anhalten.

Temperaturen von mehr als 40 Grad haben in der pakistanischen Hafenstadt Karachi nach Angaben einer Hilfsorganisation mehr als 60 Menschen das Leben gekostet. Die Hitzewelle könnte bis Donnerstag anhalten und die Zahl der Toten weiter steigen, teilte ein Sprecher der Hilfsorganisation Edhi Foundation am Dienstag mit.

Unter den Hitzeopfern seien viele Menschen gewesen, die wegen des muslimischen Fastenmonats Ramadan tagsüber weder gegessen noch getrunken hätten. Die Temperaturen erreichten der Stiftung zufolge am Montag 44 Grad.

2015 waren bei einer Hitzewelle in Karachi etwa 2000 Menschen gestorben, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte. Damals war die Wetterlage ähnlich wie derzeit.

20 Mio. Einwohner

Karachi ist mit mehr als 20 Millionen Einwohnern die größte Stadt Pakistans. Stromausfälle hätten die derzeitige Lage noch verschlimmert, sagte ein Bewohner. Pakistan liegt zwischen den Industrienationen Indien und China. In dem Land machen sich die Folgen des Klimawandels besonders bemerkbar.