Chronik | Welt
07.06.2018

14-Jährige in Wiesbaden vergewaltigt und getötet

Einer von zwei mutmaßlichen Tätern festgenommen. Verdächtiger Flüchtling soll sich in den Irak abgesetzt haben.

Eine in Wiesbaden tot aufgefundene 14-Jährige soll von zwei Männern vergewaltigt und getötet worden sein. Unter Verdacht stehen ein 20-jähriger Iraker und ein 35 Jahre alter Türke, die in der hessischen Landeshauptstadt in Flüchtlingsunterkünften lebten, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten. Der 20-Jährige befindet sich demnach auf der Flucht, der 35-Jährige wurde festgenommen.

Die Leiche der seit mehr als zwei Wochen vermissten 14-jährigen Susanna war am Mittwoch gefunden worden. Sie sei durch "Gewalteinwirkung auf den Hals" getötet worden. Genauere Angaben zur Todesursache machten die Ermittler zunächst nicht.

Mutmaßlicher Mittäter bereits festgenommen

Die beiden Verdächtigen sollen die 14-Jährige kurz nach ihrem Verschwinden vergewaltigt und getötet haben. Die Leiche wurde an einer anderen Stelle vergraben. Der 20-jährige Verdächtige soll Anfang Juni mit seiner Familie von Düsseldorf aus erst nach Istanbul in der Türkei und von dort aus weiter nach Erbil im Nordirak geflogen sein. Der 35-jährige mutmaßliche Mittäter wurde am Mittwochabend festgenommen.

Der 20-Jährige kam den Ermittlern zufolge im Herbst 2015 nach Deutschland, der 35-Jährige im Frühjahr 2017. Beide lebten zuletzt in Flüchtlingsunterkünften in Wiesbaden. Auf die Spur des tatverdächtigen Irakers kam die Polizei durch den Hinweis eines 13-jährigen Flüchtlings. Die weiteren Ermittlungen führten sie dann zu dem 35-Jährigen.

Die 14-jährige Susanna war seit dem 22. Mai vermisst worden. Bereits in der vergangenen Woche wurde nach der Jugendlichen gesucht, jedoch ohne Erfolg. Nach Zeugenhinweisen wurde die Suche in Wiesbaden-Erbenheim am Montag wieder aufgenommen. Am Mittwoch wurde dann in einem schwer zugänglichen Gelände die Leiche gefunden.