© REUTERS/STRINGER

Chronik Welt
08/08/2020

Elf Tote bei Hochhausbrand in Tschechien, darunter drei Kinder

Das Feuer brach im 11. Stock eines Plattenbaus in Bohumin im Osten des Landes aus. Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Nach dem verheerenden Brand mit elf Toten in einem Hochhaus in Tschechien gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Ein Verdächtiger wurde laut Polizei am Samstag nach dem Brand in Bohumin im Osten des Landes festgenommen, wie Polizeichef Tomas Kuzel dem tschechischen Fernsehen sagte.

Kuzel zog einen Vergleich zu einem Fall im Jahr 2013, als ein Mann eine Gasexplosion in einem Wohnhaus verursacht hatte, bei der drei Kinder und zwei weitere Bewohner sowie er selbst starben. Berichten zufolge hatte er seine Nachbarn gehasst.

Brand breitete sich ungewöhnlich schnell aus

"Es ist ähnlich", sagte Kuzel mit Blick auf den Fall. Auch damals habe der Täter mehrere Wohnungen zerstört und viele Menschen getötet. Feuerwehrchef Vladimir Vlcek sagte im tschechischen Fernsehen, das Feuer in Bohumin habe sich ungewöhnlich schnell ausgebreitet. "So ein Feuer betrifft normalerweise zunächst nur einen Raum, aber dieses hier hat eine ganze Wohnung getroffen, alle Zimmer sind ausgebrannt", schilderte er.

Bei dem Feuer in dem mehrstöckigen Wohnturm kamen am Samstag elf Menschen ums Leben, darunter drei Kinder. Unter den Todesopfern seien fünf Menschen, die im Panik aus einem Fenster im zwölften Stock gesprungen seien, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag. 13 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt.

Menschen sprangen aus dem Fenster

Das Feuer brach laut Feuerwehr in einer Wohnung in der elften Etage des 13 Stockwerke hohen Wohnturmes aus. In der betroffenen Etage kamen sechs Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Obwohl die Feuerwehr sehr schnell vor Ort gewesen sei und mit den Löscharbeiten begonnen habe, seien während ihres Einsatzes fünf Menschen aus einem Fenster im darüber liegenden Stockwerk gesprungen.

Laut Vlcek ist unklar, warum die Bewohner im zwölften Stock aus dem Fenster sprangen, obwohl ihre Wohnung nicht brannte. "Wir hätten nur ein paar Dutzend Sekunden gebraucht, um das Sprungkissen aufzupumpen, und der Fall hätte nicht so tragische Folgen gehabt", sagte er.
 

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