"Yabba Dabba Doo"-Haus

© APA/AFP/GETTY IMAGES/JUSTIN SULLIVAN

Chronik Welt
04/12/2019

Wohnen wie Fred Feuerstein: Ärger um das "Yabba Dabba Doo"-Haus

Eine reiche Amerikanerin lebt in San Francisco ihren Fred-Feuerstein-Traum. Touristen finden das lustig, die Behörden nicht.

von Susanne Bobek

Es geht um ein Grundstück in einem schicken Vorort von San Francisco. Fünf Meter hohe Dinosaurier stehen dort neben Riesenpilzen im hügeligen Garten in Hillsborough. Ein lebensgroßer Fred Feuerstein begrüßt Besucher an der Eingangstür. Auch Ehefrau Wilma ist da. An der Auffahrt steht in großen Lettern "Yabba Dabba Doo" geschrieben. Alles quietschbunt und schreiend. Für die Behörden stellt das Anwesen ein Ärgernis dar. Sie wollen die extravagante Hausbesitzerin per Gerichtsverhandlung zwingen, die unerlaubten Kunstwerke aus dem Garten zu entfernen. Denn das Anwesen liegt an einer Autobahn und lockt zahlreiche Schaulustige an.

Online-Petition will Grundstück erhalten

Doch die 85-jährige Besitzerin Florence Fang wehrt sich. In einer Online-Petition sammelt sie bereits 24.000 Unterstützer für den Erhalt ihres Paradieses.

 

Die pensionierte Verlagsunternehmerin Florence Fang, die einst die Zeitung "San Francisco Examiner" herausgab, kam in den 1960er Jahren aus China nach Kalifornien. Für sie ist das Gelände eine Hommage an den Cartoon "The Flintstones" aus den 1960er-Jahren. Architekt William Nicholson entwarf und baute das Gebäude 1976. Fang kaufte das Grundstück im Juni 2017 für 2,8 Millionen Dollar (knapp 2,5 Millionen Euro) und gestaltete oder verunstaltete, je nachdem wie man es sehen will, den Garten.

Ihre Gegner rücken mit Anwälten an. Mark Hudak, Anwalt der Stadt sagt: Ob sie ein Projekt mit lustigen Cartoon-Charakteren baut oder Rodin-Statuen oder sonstwas, sie muss sich wie alle anderen an die Regeln halten". Derartige Bauten müssten genehmigt werden. Der Ort Hillsborough sei stolz auf seine ländlich-waldige Atmosphäre. Wenn man einer reichen Dame alles erlaube, kämen andere reiche Damen, die der Stadt die lange Nase zeigen und machen, was sie wollen. 

 

Wie die Geschichte ausgehen wird, ist derzeit nicht klar. Denn Freunde und Gegner des "Yabba Dabba Doo"-Hauses stehen einander derzeit unversöhnlich gegenüber.

 

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