Chronik | Welt
11.10.2018

Überflutungen auf Mallorca: Bisher keine vermissten Österreicher

Mehrere Tote auf Ferieninsel. Zwei kurzfristig verschollene Frauen sind wohlauf.

Bei den schweren Überflutungen auf der Ferieninsel Mallorca gibt es bisher keine Informationen über vermisste Österreicher. Wie Peter Guschelbauer vom Außenministerium der APA sagte, waren während der Unwetter kurzfristig zwei Österreicherinnen vermisst gewesen. Inzwischen sei aber ein Kontakt zustande gekommen. "Sie sind wohlauf", meinte der Sprecher.

Medienberichte über einen Österreicher, der aus einer Reisegruppe verschwunden sein soll, konnte Guschelbauer nicht bestätigen. Auch sonst liegen keine Informationen über weitere vermisste Österreicher vor.

Schwere Unwetter und Überflutungen haben die spanische Ferieninsel heimgesucht und mindestens acht Menschen in den Tod gerissen. Der spanische Wetterdienst gab am Mittwoch die zweithöchste Unwetterwarnung für die Nachbarinseln Ibiza und Formentera und einen Teil von Katalonien, darunter auch Barcelona, aus.

Am schwersten betroffen waren die Ortschaften Sant Llorenc des Cardassar, S'Illiot und Arta rund 60 Kilometer östlich der Inselhauptstadt Palma. Die Heftigkeit des Unwetters am Dienstag überraschte die Behörden. Binnen weniger Stunden fielen rund "220 Liter Regen pro Quadratmeter". Ein Wildbach trat über die Ufer. Aufnahmen der lokalen Medien zeigten überflutete Häuser und von den Wassermassen fortgerissene Autos.

Hunderte Menschen verbrachten die Nacht auf Mittwoch in Turnhallen sowie in einem von den Behörden beschlagnahmten Hotel.

Die Regionalregierung der Balearen rief eine dreitägige Trauer aus. In Madrid legten die Abgeordneten eine Schweigeminute für die Opfer ein. Regierungschef Pedro Sanchez sprach auf Twitter den Opfern und ihren Familien sowie allen von den "tragischen Überflutungen.