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Chronik Welt
04/11/2019

Thailand feiert buddhistisches Neujahrsfest mit bunt bemalten Elefanten

Dickhäuter besprühen Einheimische und Touristen mit Wasser. Kritik kommt allerdings von Tierschützern.

Das buddhistische Neujahrsfest Songkran ist am Donnerstag im thailändischen Urlaubsort Ayutthaya mit einer Prozession mit bunt bemalten Elefanten gefeiert worden. Die Dickhäuter stampften durch die für ihre Tempelruinen bekannte Stadt und besprühten die feiernden Einheimischen und Touristen mit Wasser.

Mit der Prozession begannen die mehrtägigen Feierlichkeiten für das buddhistische Neujahrsfest, das offiziell am Samstag begangen wird. Während des Festes werden traditionell Buddha-Statuen und Tempel mit Wasser bespritzt. In Ayutthaya haben sich die Songkran-Feierlichkeiten mittlerweile aber zu einer wahrhaften Wasserschlacht entwickelt, bei der Einheimische und Touristen mit Wasserpistolen und Schutzbrille auf die Straße gehen.

Der Auftritt der Elefanten bei diesem Spektakel stößt bei Tierschützern auf Kritik. Laithongren Meepan vom Ayutthaya Elephant Camp verteidigt ihren Auftritt damit, dass es ihre "natürliche Art zu spielen" sei, mit dem Rüssel Wasser zu versprühen.

Tom Taylor von der Organisation Wildlife Friend Foundation kritisierte, dass die Dickhäuter aber auch zu "unnatürlichen Verhaltensweisen" wie dem Tanzen zu Musik oder dem Heben eines Fußes als vermeintliche Grußgeste gezwungen würden. Solche Kunststücke würden den Elefanten in der Regel "durch Angst mit einem scharfen Werkzeug" antrainiert, sagte Taylor.