Chronik | Welt
12.07.2018

Thailändische Höhle soll Touristenattraktion werden

© Bild: APA/AFP/ROYAL THAI NAVY/HANDOUT / HANDOUT

Geplant sei die Einrichtung eines Museums, das die Kleidung und die Ausrüstung der Retter zeige.

Nachdem die spektakuläre Rettung des Buben-Fußballteams in Thailand erfolgreich zu Ende gegangen ist, will Thailand den Ort der Höhlen-Rettung nun zur Touristenattraktion machen. Die Kommandozentrale der Rettungsteams an der Höhle werde "ein weiteres Highlight in Thailand werden", sagte Einsatzleiter Narongsak Osottanakorn am Donnerstag. Geplant sei die Einrichtung eines Museums, das die Kleidung und die Ausrüstung der Retter zeige.

Das Museum dürfte den Helden-Kult fördern, der in Thailand um die Retter des Jugend-Fußballteams entsteht, das zweieinhalb Wochen in der Höhle eingeschlossen war. Die Bangkok Post veröffentlichte am Donnerstag Porträts der Rettungshelfer unter der Überschrift: "Ihr seid Helden." Die Zeitung The Nation schrieb von einem "Triumph der weltweiten Kooperation". Zumindest zwei Filmproduzenten haben bereits Interesse an der Verfilmung der Rettungsaktion bekundet.

Das Video der Rettung, das die Thai Navy Seals auf Facebook posteten, wurde zum Hit auf Social Media Kanälen. Es ist fst 39.000 Mal geteilt worden (Stand Donnerstag Nachmittag).

Noch immer 50 Helfer im Einsatz

Am Donnerstag waren noch rund 50 Helfer an der Tham-Luang-Höhle im Einsatz, wie ein Sprecher der Nationalparkverwaltung sagte. Sie bereiteten den Abtransport der Wasserpumpen und weiterer Geräte vor. Diese Arbeiten sollten noch bis mindestens Sonntag dauern. Wegen abermals gestiegener Wasserpegel durfte die Höhle am Donnerstag nicht betreten werden.

Die Kinder und ihr Trainer befanden sich unterdessen weiter auf der Quarantänestation eines Krankenhauses. Die zwölf Fußballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle von rasch steigenden Wassermassen überrascht worden. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt, medizinisch betreut und schließlich einer nach dem anderen ins Freie gebracht.