Deutsche Soldaten (Archivbild)

© EPA/CLEMENS BILAN

Chronik Welt
10/20/2021

Terror-Pläne: Ex-Soldaten wollten Söldnertruppe bilden

Ihre Motivation war Geld: Für 40.000 Euro im Monat wollte sie in den Jemen-Krieg ziehen.

Die Bundesanwaltschaft in Deutschland hat zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten wegen des Verdachts festnehmen lassen, dass sie eine terroristische Vereinigung gründen wollten. Die beiden Männer hätten seit Jahresbeginn geplant, eine 100 bis 150 Mann starke Söldnertruppe unter ihrem Kommando zu bilden, teilte die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mit. Mit dieser Gruppe hätten sie dann in den Bürgerkrieg im Jemen eingreifen wollen.

Triebfeder Geld

„Primäre Triebfeder zu diesem Vorhaben war bei den beiden Beschuldigten die Aussicht auf einen angestrebten monatlichen Söldnerlohn von rund 40.000 Euro für jedes Mitglied der Einheit“, hieß es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft. Die Männer hofften  darauf, dass „Dritte, vorzugsweise Saudi-Arabien“, für die Finanzierung sorgen würden. Einer von ihnen habe „hartnäckig“ versucht, mit der saudi-arabischen Regierung Kontakt aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg.


Die beschuldigten Männer hätten vorgehabt, mit ihrer paramilitärischen Truppe das Bürgerkriegsgebiet zu „befrieden“ und Friedensverhandlungen zwischen den Houthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung zu erzwingen, führte die Karlsruher Ermittlungsbehörde weiter aus. Den beiden sei bewusst gewesen, dass dabei auch „Tötungshandlungen“ ausgeführt werden müssten. „Zudem rechneten sie damit, dass im Zusammenhang mit Kampfhandlungen auch Zivilisten getötet und verletzt werden würden.“

Polizisten und Soldaten rekrutiert

Die Söldnertruppe sollte den Ermittlern zufolge vor allem aus ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr oder früheren Polizisten bestehen.


Die beiden Beschuldigten sollen laut Spiegel nach ihrer aktiven Zeit als Fallschirmjäger der Bundeswehr für die umstrittene Sicherheitsfirma Asgaard aktiv gewesen sein, Arend-Adolf G. zeitweise als deren Geschäftsführer. Die Firma sei seit Jahren im Visier der Behörden, weil sie aktiv um frühere Angehörige von Spezialeinheiten der Bundeswehr und der Polizei werbe.


Nach Spiegel-Informationen brachte ein Hinweis des militärischen Abschirmdienstes (MAD) die Ermittler auf die Spur.

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