Chronik | Welt
22.11.2018

Sektenführer in Südkorea wegen Vergewaltigung verurteilt

Die Opfer hielten den 75-Jährigen "für ein göttliches Wesen". Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt.

In Südkorea ist ein Sektenführer wegen Vergewaltigung von Anhängerinnen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der 75-jährige Lee Jaerock von der Manmin Zentralkirche wurde am Donnerstag von einem Gericht in Seoul für schuldig befunden, acht Anhängerinnen über einen langen Zeitraum dutzende Male vergewaltigt zu haben.

Die Opfer seien "der absoluten religiösen Autorität des Beschuldigten unterlegen gewesen und unfähig, sich zu wehren", sagte Richter Chung Moon Sung. Die Opfer hätten geglaubt, Lee sei "ein göttliches Wesen mit göttlicher Macht".

Der Sektenführer wies alle Vorwürfe zurück. Seine Anwälte warfen den Frauen Lügen vor, um sich dafür zu rächen, wegen Regelverstößen aus der Sekte ausgeschlossen worden zu sein.