Chronik | Welt
03/25/2019

Schon über 1.000 Ebola-Fälle im Kongo

Es ist die bisher tödlichste Ebola-Welle: Bereits über 600 Menschen sind an den Folgen des Virus verstorben.

Im Kongo sind mittlerweile mehr als 1.000 Menschen an dem gefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Die Zahl der Fälle liege bei 1.009, davon seien 944 im Labor bestätigt, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mit.

"Hinter diesen Zahlen verbergen sich Hunderte kongolesische Familien, die direkt von dem Virus betroffen sind, sowie Hunderte Weisen", hieß es. Bisher sind dem Ministerium zufolge 629 Menschen an Ebola gestorben, davon wurden 564 Fälle im Labor bestätigt.

Es handelt sich bereits um den zehnten, aber bisher tödlichsten Ebola-Ausbruch im Kongo. Er ist schwieriger einzudämmen als frühere Ausbrüche, da im Osten des Landes mehrere bewaffnete Gruppen aktiv sind. Hinzu kommt, dass in der Bevölkerung viel Angst und Skepsis gegenüber der Krankheit, den Behörden und den Helfern herrscht.

Es ist zudem die zweitschwerste bekannte Ebola-Epidemie der Geschichte. Bei der folgenschwersten, in Westafrika 2014/2015, kamen mehr als 11.000 Menschen ums Leben.