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Chronik Welt
02/26/2021

Russische Diplomaten verlassen Nordkorea mit einem handbetriebenen Eisenbahnwagen

Diplomatenreisen sehen normalerweise anders aus. Gesandte und ihre Familien mussten auf unkonventionelle Weise ausreisen.

Das kennt man eigentlich nur aus Zeichentrick- und Klamauk-Filmen. Auf einer Draisine versucht der Protagonist zu entkommen. Meist passiert dann auch noch ein Missgeschick.

Russische Diplomaten in Nordkorea mussten jetzt zu diesem ungewöhnlichen Transportmittel greifen, weil Corona sie vor beinahe unmögliche Herausforderungen gestellt hat. In einer Zeit, in der Diplomaten oft mit Chauffeur zum Flughafen und von dort mit bestem Service nachhause fliegen, mussten sie selbst Hand anlegen.

Die Gesandten und ihre Familien betätigten den Schienenwagen selbst - und filmten das Spektakel. In Videos, die heute in den sozialen Medien für Staunen sorgen, sieht man den Wagen mit Koffern und lachenden Menschen, die sich offenbar der Absurdität der Aktion bewusst sind.

Dabei schieben sie die Draisine über eine Brücke, die Nordkorea und Russland trennt. Ein Anblick, den man nicht alle Tage zu Gesicht bekommt.

Die Gruppe russischer Gesandter, darunter ein dreijähriges Mädchen, fuhr zunächst 32 Stunden mit dem Zug, zwei Stunden mit dem Bus und den letzten Kilometer auf der Draisine.

Nordkorea, dessen Regime lange behauptet hat, keinen Fall von Corona im Land zu haben, hat den öffentlichen Verkehr fast vollständig lahmgelegt.

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